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Hirnstimulation bessert Parkinson
30.09.2006 - 19:15 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Hirnstimulation bessert Parkinson (openPR) - Die Tiefe Hirnstimulation zur Behandlung der Parkinson-Krankheit verbessert die Lebensqualität (LQ) im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auch dann, wenn medikamentöse Maßnahmen keine Verbesserung der LQ mehr erzielen können. Dies ist das Hauptergebnis einer deutschen multizentrischen Studie des Kompetenznetzes Parkinson unter Leitung des Koordinationszentrums Kiel.

Erstmalig wurde die Tiefe Hirnstimulation in einem kontrollierten prospektiven Untersuchungsaufbau mit einer Kontrollgruppe verglichen, die mit optimaler medikamentöser Therapie behandelt wurde. Außerdem wurde erstmals überhaupt bei Parkinson-Studien die Lebensqualität als wichtigster Haupt-Zielparameter herangezogen. In der Studie wurden 158 Patienten mit ausgeprägter Parkinson-Symptomatik entweder sofort operiert oder sechs Monate mit Medikamenten behandelt. Im Schnitt besserte sich die Lebensqualität der operierten Patienten trotz häufigerer Komplikationen um über 20 Prozent gegenüber der normalen medikamentösen Therapie und die motorischen Fähigkeiten um mehr als 40 Prozent. Bislang gab es nur Fallserien von Patienten. Jetzt steht erstmals eine mit Medikamenten behandelte Kontrollgruppe zur Verfügung, die den Direktvergleich der bisherigen und der neuen Behandlungsmethode erlaubt.

"Das Ergebnis unserer Studie wird Auswirkungen auf die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung haben", so der Studienleiter Prof. Deuschl, Neurologische Klinik der Universität Kiel. "Wir haben damit einen Weg gefunden, diesen schwerst betroffenen Patienten zu helfen. Mit den neuen Ergebnissen können wir ein Patientenprofil beschreiben, dem die Operation mit großer Wahrscheinlichkeit hilft."

Allerdings ist auch ein Ergebnis der Studie, dass schwere Nebenwirkungen bei einzelnen Patienten den Erfolg gefährden können. In weiteren Untersuchungen werden nun die Langzeiteffekte der Tiefen Hirnstimulation überprüft sowie die Bedeutung dieser neuen Technik für jüngere Parkinson-Patienten evaluiert.

Mehr zu diesem Thema finden Sie im eJournal MEDIZIN ASPEKTE unter der URL
http://www.medizin-aspekte.de/06/09/medizin_forschung/parkinson.shtml

Zusätzliche Informationen aus der Welt der Gesundheit und Medizin bietet die aktuelle Ausgabe des eMagazins MEDIZIN ASPEKTE, das kostenlos unter http://www.medizin-aspekte.de zu erreichen ist.

Quelle: openpr.de
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Polyneuropathie und Akupunktur
30.09.2006 - 19:13 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Polyneuropathie und Akupunktur Erfolgreiche Behandlung der Polyneuropathie mit Traditioneller Chinesischer Medizin

Hamburg, 28. September 2006. Der Vortagssaal platze aus allen Nähten, als Dr. med. Sven Schröder, Facharzt für Neurologie in der Jarrestraße, im Rahmen der TCM-Messe der HanseMerkur Krankenversicherung aG und der DAK über die Behandlung neurologischer Erkrankungen mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) referierte: Die Behandlung neurologischer Erkrankungen mit Traditioneller Chinesischer Medizin sei, so führte der Hamburger Neurologe aus, in China weit verbreitet, wird im Westen aber, mit Ausnahme der Behandlung von Kopfschmerzen, nur selten angewandt. Wie bei jeder TCMBehandlung ist eine genaue chinesische Diagnose Grundvoraussetzung für den Erfolg. Nach genauen wissenschaftlichen Regeln wird der genaue funktionelle Status des Patienten erhoben, im Sinne der westlichen Medizin entspricht dies einem vegetativen Funktionsbild.

Wichtig ist zu wissen, dass es in der Chinesischen Medizin keine Standardtherapie für ein bestimmtes Krankheitsbild, wie bspw. Migräne, gibt. Die Konstitution des Patienten bildet die Basis für die Erhebung. Hier wird auch eine Aussage über die "innere Natur" des Patienten gemacht, seine inneren Handlungsmotive, seine Neigung, bestimmte Krankheitsbilder in der einen oder anderen Weise auszuprägen. Der Krankheitsauslöser, sei er nun ein entgleister Abwehrreflex oder eine überstarke und damit krankheitserzeugende Emotion, ist genauso relevant für ein wirksames Behandlungskonzept. Daraus resultieren in der Summe funktionelle vegetative Störungsbilder, die so genannten "Orbes" oder Funktionskreise. Schließlich wird dies alles in den übergeordneten Zusammenhang der Körpersteuerung sowie der Leitkriterien, gestellt, um ein besseres Verständig der Gesamtheit des Menschen zu gewinnen.

Vor therapeutische Probleme stellt die westliche Medizin die so genannte Polyneuropathie. Dabei handelt es sich um Schädigungen der peripheren Nerven, die die Endglieder des Menschen versorgen. Dr. Sven Schröder erläuterte die Wirkung Chinesischer Medizin am Beispiel dieses Krankheitsbildes. Meist treten bei den Betroffenen erste Beschwerden an den Füßen auf. Der Patient verspürt eine wachsende Taubheit, die langsam nach oben fortschreitet. Häufigste Ursache der Polyneuropathie sind Alkoholkrankheit, Diabetes, Entzündungen und Stoffwechselprobleme. Auch Tumorleiden und eine Vielzahl anderer Erkrankungen gilt es nun abzuklären. Dennoch bleibt leider in einer großen Anzahl der Fälle die Ursache unklar. Die Patienten leiden, wie Dr. Schröder aus seiner Praxiserfahrung weiß, erheblich. In der Folge führt die Erkrankung zu Gangunsicherheit, Taubheitsgefühlen, Lähmungen oder aber auch Überempfindlichkeiten der Nerven mit heftigen, meist brennenden, Schmerzen.

In einer aktuellen Studie mit Polyneuropathie-Patienten, die in Zusammenarbeit von Schröder, der Deutschen Gesellschaft für TCM und dem UKE durchgeführt wurde, profitierten 76 Prozent der mit Akupunktur behandelten Patienten nachweislich von dieser Therapie. Nach rund zehn Behandlungen mit Akupunktur konnten erhebliche Verbesserungen festgestellt werden. Konkret bedeutet das für den Patienten weniger Taubheitsgefühl, weniger Missempfindungen sowie eine deutlich verbesserte Gangsicherheit. Bei einigen Patienten konnten sogar Lähmungserscheinungen gebessert werden.

Schröder konnte diese subjektiven Ergebnisse durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten objektivieren. Eine größere Folgestudie ist nun in Planung. Der Neurologe ist froh, "dass wir mit dieser Untersuchung endlich nachweisen konnten, dass Akupunktur nicht nur die subjektiven Beschwerden, sondern objektiv eine Krankheit wie Polyneuropathie behandelbar macht. Eine Krankheit, die vorher im Wesentlichen als nicht therapierbar galt. Durch die messbare Verbesserung der Nervenleitgeschwindigkeiten konnten wir dafür den Nachweis erbringen".

Quelle: pressrelations.de
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RLS (Restless Legs) - neues Medikament freigegeben
24.09.2006 - 13:55 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
RLS (Restless Legs) - neues Medikament freigegeben GlaxoSmithKline bringt Wirkstoff Ropinirol auf den Markt

Patienten, die unter dem Restless Legs Syndrom (RLS) leiden, können aufatmen: Seit kurzem steht ihnen das Medikament Adartrel® (Wirkstoff Ropinirol) zur Verfügung. Mit dem Dopaminagonisten lässt sich die Krankheit effektiv und gut verträglich therapieren.

"RLS ist eine unterschätzte Krankheit", erklärt der Regensburger Schlafforscher Professor Dr. Göran Hajak. Er verweist auf Schätzungen, wonach rund 800.000 Menschen in Deutschland unter Symptomen leiden, die eine medikamentöse Behandlung notwendig machen. 5 - 10 Prozent der Bevölkerung klagen zumindest gelegentlich über die typischen Symptome des Restless Legs Syndroms. Damit zählt RLS zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen.

Wichtigstes Kennzeichen des RLS ist ein Bewegungsdrang der Beine, oft verbunden mit einem Kribbeln, Brennen, Ziehen und Zucken, das sich in Ruhe verstärkt. Die Beschwerden treten vor allem abends und nachts auf - und stören deshalb erheblich den Schlaf. Die Patienten schlafen verzögert ein und wachen nachts häufig auf. Folge: Sie sind unausgeruht, vermindert leistungsfähig und in ihren beruflichen und sozialen Aktivitäten eingeschränkt.

Unter Medikamenten, die die Wirkung des Botenstoffs Dopamin im Gehirn unterstützen, bessern sich die RLS-Symptome und der Schlaf. Die Dauertherapie mit dem bis vor kurzem einzig zugelassenen RLS-Medikament L-Dopa hat jedoch häufig eine Komplikation zur Folge - die Augmentation: Die Beschwerden beginnen früher (teilweise schon tagsüber), sie werden stärker und können sich auf andere Körperstellen ausdehnen, etwa Arme oder Rumpf.

Die Wirksamkeit von Ropinirol bei der Behandlung des RLS konnte bei über 1000 Patienten in Studien gezeigt werden. Als wichtiger Punkt stellte sich die relativ geringe Augmentationsrate heraus, die in einer klinischen Studie* über 52 Wochen bei 3,8 Prozent lag - deutlich weniger als unter L-Dopa.

*: In der Studie meldeten entsprechend instruierte Prüfärzte Augmentation als Nebenwirkung.

Joachim Zdzieblo | Quelle: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Weitere Informationen: http://www.gsk.com
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Lexikon

Augmentation:

Das Stichwort Augmentation (v. lat. augere „wachsen lassen, vergrößern“) hat verschiedene Bedeutungen:


  • Körperliche Vergrößerungen im Bereich der Medizin; Beispiele: Brustvergrößerung (Mammaaugmentation),
  • Bessere Wirksamkeit durch eine Kombination von mehreren Medikamenten, siehe z. B. Lithiumaugmentation.
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Buch: RLS - Patientenratgeber
24.09.2006 - 13:40 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Buch: RLS - Patientenratgeber Jörn P. Sieb
Restless Legs
Endlich wieder ruhige Beine


Die 2005 erschienene, aktualisierte 2. Auflage des RLS-Patientenratgebers erläutert Ursachen und Symptome der Erkrankung und beschreibt, wie die Diagnostik beim Allgemeinmediziner und im Schlaflabor abläuft. Besonders informativ: das Kapitel über die Behandlung des RLS, das mit Selbsthilfemaßnahmen, rezeptfreien Medikamenten und alternativen Therapieverfahren beginnt und dann auf die Therapie mit rezeptpflichtigen Medikamenten bei schwererem RLS eingeht. Dieses Kapitel wurde stark aktualisiert und ergänzt, da es inzwischen neue Präparate und wissenschaftliche Erkenntnisse gibt (z.B. Zulassung neuer Dopaminagonisten für die Restless-Legs-Therapie, Behandlung mit Hautpflastern).

Auch auf medikamentöse Alternativen für Patienten, bei denen L-Dopa und Dopaminagonisten nicht einsetzbar sind, geht der Ratgeber ausführlich ein – ebenso auf die Therapie von schwerem RLS durch Kombination mehrerer Medikamente oder mit einer Apomorphin-Pumpe. Neu und sehr interessant auch die Ausführungen zur RLS-Therapie in der Schwangerschaft und bei Krebspatienten.


Von der Deutschen Restless Legs Vereinigung empfohlen.

Prof. Dr. med. Jörn P. Sieb
Restless Legs
Endlich wieder ruhige Beine
144 Seiten
MVS Medizinverlage Stuttgart, 2005
ISBN 3-8304-3247-X
Euro 14,95



Quelle: http://www.dasschlafmagazin.de/main_schlafschop.html
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Uniklinik muß Patientin eine Rente zahlen
20.09.2006 - 23:01 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Uniklinik muß Patientin eine Rente zahlen GÖTTINGEN (pid). Ein Behandlungsfehler kommt das Göttinger Universitätsklinikum teuer zu stehen.

Der Betrag, den das Klinikum nach einem Urteil des Landgerichts Göttingen an eine frühere Pharma-Referentin zahlen muß, wird sich mit den Jahren auf über eine Million Euro belaufen.

Das Gericht sprach der Frau Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 650 000 Euro zu. Dazu kommen noch eine monatliche Rente von 255 Euro sowie eine Entschädigung für den Verdienstausfall in Höhe von 220 000 Euro. Wieviel das Klinikum insgesamt wird zahlen müssen, ist noch nicht absehbar.

Es ist nämlich verpflichtet, der Frau auch noch jeden zukünftig auftretenden Schaden zu ersetzen, der auf die fehlerhafte Krankenhausbehandlung zurückzuführen ist. Dies betrifft vor allem künftige Behandlungskosten und Klinikaufenthalte.

Die Patientin war 1997 in der Uniklinik künstlich ernährt worden. Wegen Vitamin-B-1-Mangels kam es zu neurologischen Ausfällen mit irreparablen Folgen

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Hintergrund:

Hoher Schadenersatz für Patientin
Landgericht verurteilt Uniklinik Göttingen wegen fehlerhafter Behandlung


GÖTTINGEN (pid). Das Göttinger Universitätsklinikum muß einer 45jährigen Patientin aus dem Landkreis Göttingen wegen eines Behandlungsfehlers Schmerzensgeld und Schadensersatz in beträchtlicher Höhe zahlen. Das entschied das Landgericht Göttingen.

Die Patientin ist seit einer künstlichen Ernährung im Klinikum im Jahr 1997 ein Pflegefall. Nach Ansicht des Gerichts ist ihre schwere gesundheitliche Schädigung auf die damalige Behandlung zurückzuführen. Das Klinikum muß der Frau ein Schmerzensgeld von knapp 180 000 Euro sowie eine bisher angefallene Schmerzensgeldrente von rund 26 000 Euro zahlen. Seit Anfang dieses Jahres ist außerdem eine monatliche Rente von jeweils 255 Euro fällig.

Außerdem wurde die Klinik zu Schadensersatz in Höhe von 445 000 Euro sowie zur Entschädigung des Verdienstausfalls verurteilt. Wie groß die Entschädigung insgesamt ausfallen wird, ist noch nicht absehbar. Das Klinikum muß der Patientin nämlich auch zukünftige Schäden wie etwa weitere Klinikaufenthalte und Behandlungskosten ersetzen.

Der Anwalt der Patientin, Dieter Locke, zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. Es sei unverständlich, daß die Klinik einen Vergleichsvorschlag über zwei Millionen Euro abgelehnt habe. Das Universitätsklinikum wollte sich vorerst nicht zu dem Urteil äußern. Man wolle die Urteilsbegründung abwarten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Blinder klagt auf Zulassung zum Heilpraktiker
20.09.2006 - 22:59 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Blinder klagt auf Zulassung zum Heilpraktiker Kann ein Blinder den Heilpraktikerberuf ausüben?

MANNHEIM (ddp). Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat sich mit der Frage befaßt, ob ein Blinder den Heilpraktikerberuf ausüben kann.

Kläger ist ein 41jähriger, der durch die Netzhauterkrankung Retinitis Pigmentosa fast vollständig sein Augenlicht verloren hat. Das Land Baden-Württemberg hatte ihm die Zulassung zur Heilpraktikerprüfung versagt, weil ihm die erforderliche Eignung für die Berufsausübung fehle.

Der Rechtsstreit wird erst später entschieden. Auf Vorschlag des Gerichts soll der Mann zunächst an einer eingeschränkten Prüfung teilnehmen, um seine Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Besteht er die Prüfung, müssen die Richter über die Grundsatzfrage beraten, ob er zumindest in Teilbereichen als Heilpraktiker arbeiten darf.
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Diclofenac erhöht Herz-Risiko um 40%
13.09.2006 - 21:01 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Diclofenac erhöht Herz-Risiko um 40% | 13.09.06, 11:44 |
Der gängige Schmerz- und Entzündungshemmer Diclofenac soll das Risiko von Herzinfarkten stark erhöhen. Das ergibt eine Auswertung von 23 Studien.

Diclofenac gehört zu den verbreitetsten Schmerz- und Entzündungshemmern, die nicht auf Kortison basieren. Mediziner verordnen das Medikament gegen Gelenkserkrankungen wie Rheuma, Gicht und Arthrose aber auch zur Behandlung von Prellungen oder Zerrungen.

Patricia McGettigan von der Universität Newcastle in Australien und Kollegen werteten 23 Studien aus, die Wirkung und Nebenwirkung von nichtsteroidale Entzündungshemmern (NSAR) untersuchten, darunter klassische Arzneimittel und neuer Medikamentenklassen, von denen sich Mediziner weniger Nebeneffekte erhoffen. Insgesamt flossen die Daten von 1,6 Millionen Testpersonen in die Analyse ein.

40 Prozent erhöhtes Risiko

Das Ergebnis weist auf einen medizinischen Skandal hin: Dosierungen von Diclofenac in üblicher Größe können die Gefahr für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod um 40 Prozent erhöhen.

Klassische NSAR wie Diclofenac und Ibuprofen wirken, indem sie bestimmte Cyclooxygenase-Enzyme blockieren, die so genannten Cox-2. Sehr ähnliche Enzyme befinden sich jedoch auch im Verdauungstrakt. Da klassische NSAR auch diese hemmen, schlugen die Medikamente den Patienten häufig auf den Magen.

Eine Lösung schienen die selektiven Cox-2-Hemmer zu bieten, die nur die Entzündungs- nicht aber die Magenenzyme blockieren. Das Medikament Vioxx war einer dieser zunächst viel versprechenden Vertreter. Es musste jedoch vom Markt genommen werden, weil sich das Risiko für Herzinfarkt und andere gefährliche Herz-Kreislauf-Probleme unter hoher Dosierung verdoppelte. Schon damals gerieten die auch die älteren NSAR unter Verdacht, riskant für das Herz zu sein. Diese Vermutung bestätigt sich vor allem für Diclofanac.

Hoffen auf neue Medikamente

Wissenschaftler arbeiten weiterhin an neuen Generationen von Entzündungshemmern, die sowohl das Herz als auch den Magen schonen.

Eine jüngst in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie stellt eine neue Substanz vor, die viel versprechend scheint: Garret FitzGerald und seine Kollegen von der University of Pennsylvania konnten zeigen, das der Wirkstoff zumindest in Versuchen mit Mäusen gegen Arthritis wirkt und zugleich vor Arteriosklerose schützt.

(Quelle: Nature)

Mehr lesen auf http://focus.msn.de/gesundheit/gelenkschmerzen/news/Diclofenac_nid_35446.html
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Zeitung für Menschen mit MS
13.09.2006 - 20:58 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Zeitung für Menschen mit MS (openPR) - Auf floriani-apotheke.de können Interessierte kostenlos die „MS Welt“ abonnieren oder downloaden

Die Floriani Apotheke ist eine Versandapotheke mit Sitz in Hamburg. Kernkompetenzen der Apotheke sind die beiden chronischen Erkrankungen Diabetes und Multiple Sklerose. Für Betroffene bedeutet dies zum einen, dass die Floriani Apotheke für beide Erkrankungen benötigte Medikamente ständig auf Lager hat und schnell an die gewünschte Lieferadresse senden kann. Zum anderen kann das pharmazeutische Team der Versandapotheke bei Fragen kompetent Auskunft geben. Denn die Floriani Apotheke möchte mehr tun, als Betroffene mit Medikamenten zu versorgen.

Daher hat der Inhaber Martin Hesse in diesem Jahr erstmals auch eine Patienten-Zeitschrift zum Thema „Multiple Sklerose“ herausgeben: die „MS Welt“. Der Apotheker und sein Team wissen aus vielen persönlichen Gesprächen mit Betroffenen, wie wichtig Informationen und Tipps über diese Krankheit sind – um die Diagnose zu „verkraften“ und mit der Erkrankung zu leben. Denn MS hat viele Gesichter – keine Erkrankung gleicht der anderen, keine verläuft gleich und eine Heilung ist heute noch nicht möglich. Doch auch wenn dies so ist, gibt es dennoch vieles, was Menschen mit Multipler Sklerose das Leben erleichtert, Mut macht und Hilfe leistet. Und genau darüber berichtet die „MS Welt“ viermal im Jahr – über hilfreiche Tipps von Experten, Erfahrungen von MS-Patienten, Forschungsansätze und Therapiemöglichkeiten, neue Internetseiten und vieles mehr.

Die aktuelle Ausgabe der „MS Welt“ mit dem Schwerpunktthema „Der Schub“ steht jetzt auf http://www.floriani-apotheke.de/kompetenz.html zum Download bereit. Hier haben Interessierte ebenfalls die Möglichkeit, sich kostenlos und unverbindlich für ein Abo der gedruckten Version der Zeitschrift einzutragen.

Quelle: openpr.de
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Ältere Väter höheres Autismus-Risiko
13.09.2006 - 20:57 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Ältere Väter höheres Autismus-Risiko New York/London (pte) - Kinder mit älteren Vätern verfügen über ein deutlich erhöhtes Austismusrisiko.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Mount Sinai School of Medicine http://www.mssm.edu und des Institute of Psychiatry at King's College http://www.iop.kcl.ac.uk gekommen. Kinder mit Vätern über 40 Jahren verfügten über ein sechs Mal so hohes Risiko als Kinder von Vätern unter 30 Jahren. Laut den Wissenschaftlern sei die in den Archives of General Psychiatry http://archpsyc.ama-assn.org veröffentlichte Studie ein weiterer Beweis dafür, dass die biologische Uhr auch bei Männern tickt. Simon Baron Cohen vom Autism Research Centre http://www.autismresearchcentre.com erklärte, dass Tests erforderlich seien, die untersuchten, ob dieser Zusammenhang allgemein zu beobachten sei.

Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von 132.271 Kindern, die während der 1980er-Jahre in Israel geboren wurden. Alle Männer und drei Viertel der in diesen Jahren geborenen Frauen wurden im Alter von 17 Jahren durch die Musterungskommission beurteilt. Im Zusammenhang dieser Untersuchungen wurden etwaige Erkrankungen festgestellt und aufgezeichnet. Zusätzlich wurde das Alter der Eltern notiert und Faktoren wie das Geburtsjahr und der sozioökonomische Status berücksichtigt. Bei jenen Kindern, deren Väter zum Zeitpunkt ihrer Geburt zwischen 15 und 29 Jahren alt waren, lag die Autismusrate bei sechs von 10.000 Kindern. Diese Zahl stieg bei Vätern zwischen 30 und 39 Jahren auf neun an und war damit 1,6 Mal so hoch. Bei Vätern im Alter zwischen 40 und 49 Jahren stieg die Rate auf 32 von 10.000 Kindern und war damit 5,75 Mal so hoch. Bei Vätern über 50 Jahren schien die Zahl noch höher zu sein. Laut den Wissenschaftlern war das Sample in dieser Altersgruppe jedoch nur sehr klein. Das Alter der Mutter schien die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung des Kindes nicht zu beeinflussen.

Die Forscher gehen davon aus, dass es einen genetischen Defekt geben könnte, der mit steigendem Alter weiter verbreitet ist. Dabei könnte es sich um spontane Mutationen der Sperma produzierenden Zellen handeln oder um Veränderungen in der genetischen Prägung, die die Exprimierung der Gene beeinflusst. Der leitende Wissenschaftler Avi Reichenberg erklärte, dass es wichtig sei, dass das väterliche Alter durch das soziokulturelle Umfeld beeinflusst werde und in verschiedenen Zeiten und Gesellschaften unterschiedlich sei.

Autismus und ähnliche Krankheiten sind immer stärker verbreitet. Heute sind 50 von 10.000 Kindern betroffen. Vor zwei Jahrzehnten waren es noch fünf von 10.000. Für den Anstieg der Anzahl der Erkrankungen werden hauptsächlich das gesteigerte Bewusstsein und Veränderungen in der Diagnose verantwortlich gemacht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch andere sich verändernde Faktoren eine Rolle spielen könnten. Ein höheres Alter der Eltern wurde in der Vergangenheit mit Anomalien in der Gehirnentwicklung bei Kindern in Zusammenhang gebracht.

Quelle: pressetext.de
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Hartz4-Gesetze in Verhandlung vor dem LSG Berlin
09.08.2006 - 01:03 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Hartz4-Gesetze in Verhandlung vor dem LSG Berlin Landessozialgericht Berlin-Brandenburg

Presseerklärung vom 05. Mai 2006

Der 10. Senat des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg wird am Dienstag, dem 09. Mai 2006 ab 09.00 Uhr in Saal 3 (2. Etage des Gerichtsgebäudes) vier Fälle aus dem Bereich der sog. Hartz IV-Gesetze verhandeln, die für Sie von Interesse sein könnten:

1. Im Falle L 10 AS 1093/05 (ab 09.00 Uhr) bezog der Kläger zu 1) nach altem Recht Arbeitslosenhilfe in Höhe von annähernd 1300 Euro monatlich, seine Ehefrau (Klägerin zu 2)) verdient ca. 250 Euro brutto. Der Kläger gehört zu den älteren Arbeitnehmern, die nach altem Recht Arbeitslosenhilfe bis zum Rentenalter beziehen konnten, ohne dass Vermittlungsversuche erfolgten.

Nach neuem Recht beträgt das Arbeitslosengeld II 867 Euro monatlich (Unterkunftskosten und Regelleistung von 311 Euro monatlich). Der Kläger ist der Auffassung, die Kürzung verstieße gegen das Sozialstaatsprinzip und die Menschenwürde, er habe darauf vertrauen können, dass ihm die ursprüngliche Leistung bis zum Rentenbezug gewährt werde. Das Sozialgericht hat die Klage abgewiesen, dagegen richtet sich die Berufung der Kläger.

2. Im Fall L 10 AS 103/06 (voraussichtlich ab 10.00 Uhr) ist die Höhe der Unterkunftskosten bei Beziehern von Alg II im Streit. Die Kläger bewohnen ein ca. 90 qm großes Eigenheim und erhielten zunächst Wohnkostenzuschuss in Höhe von annähernd 800 Euro monatlich, worin auch Finanzierungskosten enthalten waren. Ab 01. Juli 2005 kürzte die Verwaltung diesen Leistungsanteil auf unter 400 Euro, da nach 6 Monaten nur noch angemessene Kosten zu zahlen seien. Das seine für zwei Personen Kosten, die für eine 65 qm große Mietwohnung anfallen würden und die auf 310 Euro zzgl. Heizung festzulegen seien. Die Kläger sind der Meinung, ihr Eigenheim sei geschützt, so dass von den tatsächlichen Kosten auszugehen sei, da sie anderenfalls zum Verkauf gezwungen seien. Das Sozialgericht ist ihnen insoweit nicht gefolgt, dagegen richtet sich die Berufung.

3. Im Fall L 10 AS 88/06 (voraussichtlich 11.00 Uhr) ist ein Zuschlag nach § 24 SGB II im Streit, der in abnehmender Höhe gezahlt wird, wenn – bei Vorbezug von Arbeitslosengeld – das an die Bedarfsgemeinschaft zu leistende Alg II hinter dem Arbeitslosengeld des einzelnen Berechtigten zurückbleibt. Streitentscheidend ist, wie die Differenzberechnung im Einzelnen vorzunehmen ist.

4. Der Fall L 10 AS 272/06, der im Anschluss verhandelt werden wird, ist ein Parallelfall zu dem unter 3. dargestellten.

Herausgeber: Präsident des LSG Jürgen Blaesing,
Zeppelinstraße 136, 14471 Potsdam, Tel.: 0331 / 9818 - 50
Pressesprecher: Richter am LSG Johann Müller-Gazurek,
Tel.: 0331 / 9818 - 321, Fax: 0331 / 9818 - 450,
E-Mail: pressestelle@lsg.brandenburg.de
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Aktuelle Getzesänderungen!
08.08.2006 - 11:44 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Aktuelle Getzesänderungen! 1. Gesetzgebung des Bundes und des Landes NRW

Die Gesetzentwürfe zur Föderalismusreform, das Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 22, 23, 33, 52, 72, 73, 74, 74a, 75, 84, 85, 87c, 91a, 91b, 93, 98, 104a, 104b, 105, 107, 109, 125a, 125b, 125c und 143c) und das Föderalismusreform-Begleitgesetz sind nun auch vom Bundesrat (BR-Drs. 462/06, 463/06; BT-Drs. 16/813, 16/814) verabschiedet worden. Der Bundesrat stimmte am 07.07.2006 mit 62 von 69 möglichen Ja-Stimmen für die Grundgesetzänderungen. Schleswig-Holstein enthielt sich der Stimme, Mecklenburg-Vorpommern lehnte das Gesetz ab.

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In der gleichen Sitzung hat der Bundesrat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), BR-Drs. 466/06 ohne Aussprache gebilligt.

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Auch hat der Bundesrat in dieser letzten Sitzung vor der Sommerpause dem Beschluss des Deutschen Bundestages für ein Gesetz zur Fortentwicklung der Grundsicherung für Arbeitssuchende (BR-Drs. 404/06) zugestimmt.

Dieses Gesetz ist bereits am 01.08.2006 in Kraft getreten. Es enthält verschiedene Regelungen, von denen insbesondere Jugendliche betroffen sind. So sieht es beispielsweise vor, dass die Träger der Grundsicherung so genannte Aktivierungshilfen für Jugendliche (gemäß § 241 Abs. 3 a SGB III) auch ohne Finanzierungsbeteiligung Dritter umsetzen können und dafür die alleinige Finanzierungsverantwortung erhalten.

Die Träger der Grundsicherung werden durch das Gesetz verpflichtet, die Arbeits- und Ausbildungsstellenvermittlung für jugendliche ALG II - Bezieher zu übernehmen. Diese werden künftig von der Arbeits- und Ausbildungsstellenvermittlung der BA ausgeschlossen.

Außerdem regelt das SGB II-Fortentwicklungsgesetz neu, dass Personen, die in einer stationären Einrichtung untergebracht sind, grundsätzlich von Leistungen des SGB II ausgeschlossen sind. Hiervon betroffen sind auch Jugendliche, die sich in Einrichtungen der Jugendhilfe aufhalten.

Durch das Gesetz werden Sanktionen für Jugendliche verschärft. Bei wiederholter Pflichtverletzung soll zukünftig die gesamte Leistung inklusive Unterkunft und Heizung gestrichen werden. Die Erbringung von Sachleistungen in diesen Fällen wird als Kann-Leistung ausgestaltet. Die Dauer der Sanktionen ist auf sechs Wochen beschränkt.

Zudem erhalten Jugendliche keine Leistungen für Unterkunft und Heizung mehr, wenn sie vor Antragstellung mit dieser Absicht in eine eigene Wohnung gezogen sind.

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In seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Einführung eines Elterngeldes (BR-Drs. 426/06) hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, einige Regelungen zu überprüfen und die Leistungsberechtigung zu erweitern. U.a. schlägt der Bundesrat vor, die Einkommensermittlung nach den Grundsätzen des Einkommensteuerrechts und nicht wie im Entwurf vorgesehen, nach der Arbeitslosengeld II-/Sozialgeld-Verordnung zu ermitteln. Die Bundesregierung hat nunmehr die Gelegenheit, eine Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates abzugeben.

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Inzwischen liegt die Stellungnahme der Bundesregierung zum Gesetzentwurf des Bundesrates zur Stärkung der Sicherungsverwahrung (BT-Drs. 16/1992) vor. Die Bundesregierung spricht sich hierin wegen der zu beachtenden alters- und entwicklungsbedingten Besonderheiten für die Beibehaltung der für die Heranwachsenden geschaffenen Sonderbestimmungen in § 106 Jugendgerichtsgesetz aus. Die Bundesregierung kündigt an, demnächst einen eigenen weiteren Gesetzentwurf vorzulegen, der die nachträgliche Sicherungsverwahrung bei Verurteilungen nach Jugendstrafrecht einführen soll und der für die nach allgemeinem Strafrecht verurteilten Heranwachsenden ebenfalls eine Lösung vorsehen will, um Regelungslücken zu begegnen.

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Die Bundesregierung hat am 19.07.2006 den Entwurf für ein Zweites Justizmodernisierungsgesetz beschlossen. U.a. soll zukünftig das Adhäsionsverfahren auch dann zugelassen werden, wenn die Täter nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Hiermit kann das Opfer einer Straftat zivilrechtliche Ansprüche bereits im Strafverfahren geltend machen, was nach geltendem Recht nur möglich ist, wenn das Gericht im Verfahren gegen den Heranwachsenden Erwachsenenstrafrecht anwendet. Ferner enthält der Entwurf Änderungsvorschläge im Jugendgerichtsgesetz, die die Position der Opfer im Strafverfahren gegen Jugendliche verbessern sollen. Es ist vorgesehen, dass einem Verletzten bzw. seinen Angehörigen auch in Verfahren gegen jugendliche Straftäter bestimmte Informations- und Schutzrechte zustehen.
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Umfrage: Halten Sie ihre Behinderung geheim?
24.07.2006 - 02:52 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Umfrage: Halten Sie ihre Behinderung geheim? Liebe Mitglieder und Gäste,

derzeit läuft eine Umfrage zum Thema "Behinderung offenlegen oder nicht?"

Es wäre interessant zu erfahren, wie Sie mit Ihrer Behinderung oder der Ihrer Angehörigen umgehen, d.h. sprechen Sie offen darüber oder nicht? Wissen ihr Partner, ihre Familie, vor allem Ihr Arbeitgeber oder Ihre Kollegen Bescheid?

Was ist, wenn Sie Rücksichtnahme brauchen? Legen Sie dann die Karten auf den Tisch oder versuchen Sie dann lieber einen anderen Weg.

Gebrauchen Sie Ausreden, wenn Sie etwas mit Ihrer Behinderung erklären könnten?

Die auch für Gäste zugängliche Umfrage finden Sie oben im Menü unter "Umfragen!" (ggf. auf "Umfrage-Archiv" klicken, Sie können Ihre Antworten auch kommentieren und ein bisschen erklären warum Sie so geantwortet haben.

Dieses Thema wird derzeit auch im Forum diskutiert, Gäste haben Schreibrechte!
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Hessens Mediziner streiken in 7 Kliniken
16.07.2006 - 02:47 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Hessens Mediziner streiken in 7 Kliniken Im Tarifstreit der Ärzte an den Krankenhäusern in den Städten und Kreisen erhöhen Hessens Mediziner den Druck. Nachdem am Dienstag die Verhandlungen auf Bundesebene kein Ergebnis brachten, wurde der Streik heute landesweit fortgesetzt.

Der Streik sei am Mittwoch in sieben Kliniken fortgesetzt worden, teilte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund mit.

Drei Tage hintereinander wollen Mediziner in Darmstadt, Frankfurt-Höchst, Gießen, Hanau, Kassel, Merxhausen und Wiesbaden ihre Arbeit niederlegen. Nach der bisherigen Planung sollen sich in Hessen bis zum 14. Juli zusätzlich fünf Krankenhäuser dem Arbeitskampf anschließen: Eltville, Fulda, Limburg, Offenbach und Schlüchtern.

Die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern fordern einen eigenen Tarifvertrag nach dem Beispiel der Universitätskliniken, der ihnen mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen bringen soll.

Gereizte Verhandlungs-Atmosphäre

Die Verhandlungen zwischen dem Marburger Bund und den kommunalen Arbeitgebern für die bundesweit etwa 70.000 Ärzte an kommunalen Kliniken waren in der Nacht zum Dienstag in Düsseldorf abgebrochen worden.

Im Lauf des Dienstags waren die Gespräche nicht über Ansätze hinausgekommen, bis sie nach fünf Stunden vorerst unterbrochen wurden. Die Atmosphäre sei gereizt gewesen, verlautete aus Teilnehmerkreisen. Die fest gefahrenen Verhandlungen sollen am Donnerstag zunächst in kleiner Runde an einem geheimen Ort fortgesetzt werden. Die große Kommission wird erst am Sonntagabend um 18.00 Uhr wieder in Düsseldorf zusammentreten.

(anmu / roro)
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Parkerleichterungen außerhalb der aG-Regelung
10.07.2006 - 23:48 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Parkerleichterungen außerhalb der aG-Regelung Für behinderte Menschen, die die Voraussetzungen des Nachteilsausgleichs "aG" (außergewöhnlich gehbehindert) nicht erfüllen, aber in ihrer Fortbewegungsfähigkeit dennoch stark beeinträchtigt sind, besteht nach § 46 Abs. 1 S. 1 Nr. 11 StVO die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen zu erlangen. Die dazu erlassenen Verwaltungsvorschriften der Länder sind nicht einheitlich.

Nach § 46 Abs. 1 S. 1 Nr. 11 StVO besteht die Möglichkeit, in bestimmten Einzelfällen oder allgemein für bestimmte Antragsteller Ausnahmen von allen durch Verkehrszeichen oder Verkehrseinrichtungen erlassenen Verboten oder Beschränkungen zu genehmigen. Die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung steht im Ermessen der Verkehrsbehörden. Um eine einheitliche und ermessensfehlerfreie Entscheidungspraxis der Straßenverkehrsbehörden innerhalb eines Bundeslandes zu gewährleisten, hat ein Teil der Bundesländer Verwaltungsvorschriften erlassen, welchem Personenkreis Parkerleichterungen neben den in der Verwaltungsvorschrift zu § 46 Abs. 1 Nr. 4 a und 4 b StVO aufgeführten gewährt werden kann.

Folgenden schwerbehinderten Menschen, die nicht außergewöhnlich gehbehindert sind, werden Parkerleichterungen
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"Starke Frauen, voll im Leben"
08.07.2006 - 23:40 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
"Starke Frauen, voll im Leben" Politikerinnen und Betroffene stellen in Berlin Buch über Rheuma-Patientinnen vor

BERLIN (te). Sie verstecken ihre Hände und Füße, um die Veränderungen ihrer Gelenke unsichtbar zu machen. Sie haben Schmerzen, die vergleichbar sind mit einem Hexenschuß. Sie können manchmal keine Türen öffnen, keine Koffer tragen oder selbst in den Bus einsteigen: Patientinnen mit rheumatoider Arthritis. Auf ihre Sorgen hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie gemeinsam mit Bundestagspolitikerinnen in Berlin aufmerksam gemacht.

Bei der Buchvorstellung "Starke Frauen, voll im Leben" präsentierte die Selbsthilfeorganisation Interviews zwischen Politikerinnen und Patientinnen, die das Leiden vornehmlich weiblicher Patienten näher beschreiben sollen.

"Rheumatoide Arthritis steht nicht so sehr im Rampenlicht wie Aids, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen", sagte die Schirmherrin und frühere Forschungsministerin Edelgard Bulmahn. Dennoch bräuchten die Betroffenen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, um Lebensqualität und Lebenserwartung steigern zu können.

In Deutschland leiden etwa 800 000 Menschen an der chronisch-entzündlichen Erkrankung, die bis zur völligen Zerstörung der Gelenke führen kann. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 30 und 60 Jahren. Der Anteil der Frauen beträgt 75 Prozent. Die Kosten der Behandlung, der Arbeitsunfähigkeit sowie der vorzeitigen Verrentung durch die Krankheit beziffert das Bundesgesundheitsministerium auf 3,5 bis fünf Milliarden Euro jährlich.

Die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Christine Jakob, forderte, daß auch nach der geplanten Gesundheitsreform Leistungen wie Beweglichkeitsübungen von den Krankenkassen bezahlt werden. Notwendig sei die Ausbildung von mehr Rheumatologen; Forschungsprojekte sollten stärker gefördert werden.

Das Buch "Starke Frauen, voll im Leben - Leben mit rheumatoider Arthritis", das mit Unterstützung des Arzneimittel-Herstellers Abbott entstand, kann bei der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie bezogen werden (Luisenstraße 41, 10117 Berlin, Tel. 0 30-240 484 70, Fax: 0 30-240 484 79, http://www.dgrh.de).
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Wahl des Arztes, Hilfsmittellieferanten, Krankenkasse
06.07.2006 - 20:35 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Wahl des Arztes, Hilfsmittellieferanten, Krankenkasse Nur mal so, weil ich schon wieder von einem aktuellen Fall gehört habe, der sich zugetragen hat (außer dem in Webkänguru's Forum!):

Wir haben (noch) freie Arztwahl, freie Krankenkassenwahl und freie Wahl des Lieferanten oder Herstellers von Hilfsmitteln.

Folgendes ist rechtlich nicht haltbar:

Daß

- der Arzt den (Hilfsmittel)Lieferanten vorschreibt

- die Krankenkasse den Arzt vorschreibt

- die Krankenkasse den Hilfsmittellieferanten

vorschreibt!


------------------

Eines(!) der relevanten Urteile:

Krankenkassen dürfen Sanitätshäuser nicht vorschreiben

Bei der Verordnung von Hilfsmitteln verlangen manche Krankenkassen, dass diese bei einem von ihnen vorgeschriebenen Lieferanten beschafft werden. Dies ist nicht rechtens.

Der Fall: Einem Patienten, der einen neuen Rollstuhl benötigte, wurde auf den von ihm angeforderten Kosten- voranschlag hin von der Krankenkasse ein zweites billigeres Angebot eines anderen Lieferanten zugeschickt und erklärt, dass entweder das billigere Hilfsmittel bezogen wird oder dass der Versicherte die Differenz selbst übernimmt.

Argumente wie *der Kauf bei dem Sanitätshaus des Vertrauens, bei dem auch andere Produkte gekauft werden*, *schnellerer Reparaturservice* etc. wurden von der Kasse nicht akzeptiert.

Dagegen hat der Versicherte geklagt und vom OLG Schleswig-Holstein auch Recht bekommen (AZ: 6U49/00).
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Zuzahlungsfreie Medikamente!
02.07.2006 - 19:37 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Zuzahlungsfreie Medikamente! Ab 1. Juli 2006 bekommen Patienten Medikamente ohne jede Zuzahlung. Wer auf ein anderes Präparat umsteigt, spart unter Umständen die Gebühr.

Am 1. Juli 2006 treten etliche Veränderungen für die Bürger in Kraft, die die Bundesregierung beschlossen hat. Eine der wenigen erfreulichen Neuerungen ist, dass für zahlreiche Arzneimittel die Zuzahlungen wegfallen. Das betrifft vor allem Nachahmer-Präparate, die den gleichen Wirkstoff wie das Original enthalten, aber deutlich billiger sind.

Hintergrund der Neuregelung ist, dass die Krankenkassen die übliche Zuzahlung von fünf oder zehn Euro für besonders preiswerte Medikamente erlassen können. Dazu muss der Preis einer Arznei mindestens 30 Prozent unter dem von den Kassen festgelegten Festbetrag liegen. Dieser Festbetrag ist die Obergrenze für die Erstattung von Medikamentenkosten und ....

Vollständiger Artikel und Liste der zuzahlungsfreien Medikamente
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Entschädigungsanspruch eines schwerbehinderten Bewerbers wegen Nichteinstellung
02.07.2006 - 08:00 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Entschädigungsanspruch eines schwerbehinderten Bewerbers wegen Nichteinstellung Ein Entschädigungsanspruch eines nicht eingestellten, schwerbehinderten Arbeitsplatzbewerbers gemäß § 81 II Nr. 2, 3 SGB IX setzt voraus, dass eine Benachteiligung wegen der Behinderung vorliegt. Die Behinderung muss dabei zumindest ein Motiv für die Nichteinstellung sein. Damit scheidet eine Benachteiligung wegen der Behinderung aus, wenn der Personalverantwortliche von der Behinderung keine Kenntnis erlangt hat.

Der schwerbehinderte Kläger hatte sich um eine Stelle bei dem Beklagten beworben. Die bei dem Beklagten angestellte V. legte für jeden Bewerber ein Übersichtsblatt zur Weiterleitung an die Personalverantwortlichen an. Im Fall des Klägers vergaß V. im Übersichtsblatt seine Schwerbehinderteneigenschaft zu vermerken. Als der Kläger die Stelle nicht erhielt, verlangte er mit der daraufhin erhobenen Klage von dem Beklagten eine Entschädigung gem. § 81 II Nr. 2,3 SGB IX. Dabei rügte er die unterbliebene Beiziehung der Schwerbehindertenvertretung und des Personalrats(§ 81 I S. 4 i.V.m. § 93 SBG IX), die unterbliebene Einladung zu einem Vorstellungsgespräch (§ 82 S. 2 SGB IX) und die unterbliebene Begründung der Ablehnung seiner Bewerbung (§ 81 I S. 9 SGB IX).

Nachdem die Klage vor dem ArbG keinen Erfolg hatte, stellte der Kläger u.a. den Antrag ihm für seine beabsichtigte Berufung Prozesskostenhilfe zu gewähren. Das LAG hat den Antrag abgewiesen, da die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichend Aussicht auf Erfolg hat. Die vom Kläger für einen Entschädigungsanspruch herangezogenen Anspruchsgrundlagen des § 81 II S. 2 Nr. 2, 3 SGB IX sind tatbestandsmäßig nicht erfüllt. Eine Benachteiligung wegen der Behinderung ist dann zu bejahen, wenn die Behinderung eines Bewerbers zumindest ein von mehreren Motiven für die ablehnende Entscheidung des Arbeitgebers ist.

Nicht die Benachteiligungsmaßnahme als solche ist entscheidend, sondern der Benachteiligungsgrund. Damit setzt der streitgegenständliche Entschädigungsanspruch aber zwingend die Kenntnis des Arbeitgebers von der Schwerbehinderung voraus; ohne Kenntnis der Schwerbehinderung kann die Schwerbehinderung kein Beweggrund für eine ablehnende Entscheidung sein. Diese Frage ist zu trennen von der Frage der Notwendigkeit eines Verschuldens. Auch wenn die Entschädigungspflicht kein Verschulden des Arbeitgebers voraussetzt, so ist doch ohne Kenntnis des Arbeitgebers von der Schwerbehinderung ein Entschädigungsanspruch nicht gegeben. Damit genügt es für einen Entschädigungsanspruch nicht, wenn der Bewerber objektiv Schwerbehinderter ist und vom Arbeitgeber objektiv die Pflichten der §§ 81 f SGB IX verletzt worden sind.

Da der Beklagte eine juristische Person öffentlichen Rechts ist, ist auf die Kenntnis bestimmter natürlicher Personen, die ihn bei der Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben vertreten, abzustellen. Dabei kommt es auf jene natürlichen Personen an, die die Pflichten hätten erfüllen sollen, die nach dem klägerischen Vorbringen verletzt worden sind. LAG Nürnberg, Beschl. v. 01.04.2004 - 7 SHa 4/04 LAG Nürnberg-online
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Behandlungsfehler
30.06.2006 - 12:28 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Behandlungsfehler Wenn Sie der Meinung sind, daß bei Ihnen ein Behandlungsfehler vorliegt, können Sie sich an verschiedene Stellen wenden, um Ihren Fall überprüfen zu lassen.

Ganz oben stehen natürlich die Ärztekammern, die Gutachterkommissionen zur Prüfung und Bewertung der Vorkommnisse eingerichtet haben. Daneben gibt es verschiedene Verbände und Selbsthilfegruppen, die auch Hilfestellung bzw. Beratung bieten. Auch Ihre Krankenkasse hilft Ihnen gerne weiter!!

Eine Auswahl von interessanten Links hier an dieser Stelle:

1.
Bundesärztekammer - Behandlungsfehler

In dieser Rubrik finden Sie u.a.
- Erläuterungen zu den Aufgaben der ärztlichen Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei
- Arzthaftpflichtfragen und deren Adressen sowie aktuelle Daten zu ihrer Tätigkeit.
- Aufgaben der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen
- Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Landesärztekammern
- Anschriften und Telefonnummern

INFO:
Eckpunkte zur Verbesserung der Verfahrensabläufe vor den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen
Die Unterarbeitsgruppe I der Arbeitsgruppe 'Patientenrechte in Deutschland: Fortentwickungsbedarf und Fortentwicklungsmöglichkeiten' des Bundesministeriums für Gesundheit hat in ihrem Abschlussbericht vom 14.08.2000 die Bundesärztekammer gebeten, eine Rahmenverfahrensordnung zur Vereinheitlichung und Verbesserung der Verfahrensabläufe vor den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen zu erarbeiten. Die Ständige Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungssstellen hat Eckpunkte am 18.06.2001 erarbeitet, die der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung am 28.09.2001 zustimmend zur Kenntnis genommen hat, und wird diese den Landesärztekammern und dem Bundesministerium für Gesundheit zuleiten.

2.
Man kann sich auch an die Landesärztekammern wenden, so z.B. im Rheinland: Ärztekammer Nordrhein

3.
Patientenverbände und Beratungsstellen z.B.
BAGP
Patientenschutz.de

4.
Weblinks
Adressen und Info auf medknowledge.de
Arbeitskreis Medizingeschädigter
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Projekt "Leben & Wohnen für Menschen mit HIV und AIDS" entsteht in Essen
29.06.2006 - 12:28 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Projekt "Leben & Wohnen für Menschen mit HIV und AIDS" entsteht in Essen Bonn (ots) - Verbesserte medizinische Therapien ermöglichen
Menschen mit HIV und AIDS meist ein längeres Leben, können aber neue
Krankheitsbilder, körperliche und psychische Einschränkungen nicht
verhindern. Immer mehr Betroffene werden mit AIDS alt. Diese
Entwicklung erfordert die Einrichtung spezieller betreuter
Wohnprojekte, die Pflege und Versorgung, soziale Einbindung aber auch
die Autonomie der Bewohner vereinbaren.

Da auch die AIDS-Hilfe Essen
einen zunehmenden Bedarf in diesem Bereich registriert, soll nun in
der Varnhorststraße 19 in unmittelbarer Nachbarschaft der AIDS-Hilfe
das Projekt "Leben und Wohnen für Menschen mit HIV und AIDS"
verwirklicht werden. Die Deutsche AIDS-Stiftung hat dort ein Haus
erworben, in dem nach der noch erforderlichen Renovierung sechs
behindertengerechte Einzelapartments, eine Wohneinheit für Paare mit
kleiner Küche und behindertengerechtem Bad, eine Wohneinheit für
Rollstuhlfahrer, ein Gemeinschaftsraum sowie ein Büroraum für einen
Sozialarbeiter entstehen sollen. Träger des Projektes ist die
AIDS-Hilfe Essen e.V., die das Haus zu sehr günstigen Bedingungen von
der Stiftung mieten wird. Spenden zugunsten des Projektes werden
dringend benötigt, denn die Umgestaltung des Hauses wird noch rund
250.000 Euro kosten.

Das geplante Angebot wendet sich an aidskranke Menschen, die
aufgrund der Schwere ihrer AIDS-Erkrankung behindert sind, nicht mehr
ohne regelmäßige Betreuung in ihrer Wohnung bleiben können und die
von erheblichen Störungen ihrer sozialen Integration bedroht sind.
Das Projekt soll die Begleitung der individuellen Basisversorgung,
der Haushaltsführung, der Gestaltung sozialer Beziehungen sowie der
Tagesgestaltung leisten und Hilfestellungen im psychosozialen Bereich
bieten. Geplant sind unter anderem Freizeit- und ergotherapeutische
Angebote, Motivationsarbeit sowie Beratung bei Problemlösungen und
Sinnstiftung.

"Der Anteil der älteren Antragstellenden bei der Stiftung hat seit
drei Jahren deutlich zugenommen. Diesen neuen Herausforderungen
stellt sich die Stiftung mit der zunehmenden Förderung von Projekten
des betreuten Wohnens, darunter beispielsweise das
Wohn-Pflege-Projekt für Menschen mit AIDS in der Reichenberger Straße
in Berlin, das ein Modell für Essen sein kann", sagte Dr. Ulrich
Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung.

Ann-Kathrin Akalin, Pressereferentin Deutsche AIDS-Stiftung
Telefon 0228-6046933
Fax 0228-6046999
E-mail: Ann-Kathrin-Akalin@AIDS-Stiftung.de

Klaus-Peter Hackbarth, Geschäftsführer AIDS-Hilfe Essen e.V.
Telefon 0201-1053700
Fax 0201-1053729
E-Mail: kp.hackbarth@aidshilfe-essen.de


Quelle: http://www.aids-stiftung.de
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Behandlungsfehler - Vor Gericht könnten Leitlinien immer wichtiger werden
29.06.2006 - 01:18 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Behandlungsfehler - Vor Gericht könnten Leitlinien immer wichtiger werden Studie der Universität Bremen / Wer sich an Vorgaben hält, vermeidet haftungsrechtliche Risiken / Ärzten bleibt viel Handlungsspielraum

BREMEN (cben). Welche Rolle spielen Leitlinien für die Urteilsfindung, wenn es vor Gericht um Behandlungsfehler geht? Drei Wissenschaftler des Instituts für Gesundheits- und Medizinrecht an der Universität Bremen haben in einer Studie drei Jahre lang untersucht, ob, wie und welche Leitlinien von Richtern herangezogen werden.

"Rolle von ärztlichen Leitlinien im Medizinrecht" ist der Name der Studie. Das Ergebnis: Ärzte, die Leitlinien befolgen, gehen kein haftungsrechtliches Risiko ein. Ärzte, die in der Behandlung ohne Begründung von einer Leitlinie abweichen, können dagegen einen Behandlungsfehler begehen.

Die juristische Bedeutung von Leitlinien sei bisher weitgehend ungeklärt, so die Bremer Forscher. "Darum haben wir erstens alle großen deutschen Zivilgerichte und Sozialgerichte gefragt, wie die Richter im Alltag mit den Leitlinien umgehen", sagt Professor Robert Francke, einer der Autoren der Studie. "Und wir haben zweitens ein rechtstheoretisches Gerüst geschaffen über den Status von Leitlinien in der rechtlichen und gerichtlichen Praxis."

Den Autoren der Studie zufolge haben die Leitlinien für sich zunächst keine rechtliche Verbindlichkeit. "Sie sind Normen, also Sollensaussagen professioneller Art", erläutert Francke: "Ärztliche Fachgesellschaften und Fachorganisationen haben darin entschieden, was ein guter Arzt tun soll."

Richter müssen Besonderheiten des einzelnen Patienten prüfen.

Aber indem Sachverständige in gerichtlichen Verfahren und Richter diese Aussagen von Leitlinien berücksichtigen, "schließt das Recht an den ärztlich autorisierten Standard an und übernimmt die Norm als Recht", interpretiert Francke. Nach Umfragen der Wissenschaftler nutzen die Richter die Leitlinien allerdings bislang relativ selten.

Nur das Bundessozialgericht habe zur Urteilsfindung mehrfach auf die Leitlinien zurückgegriffen. "Wir meinen, daß dies im allgemeinen häufiger geschehen sollte", sagt Francke. Richten sich also Ärzte nach den Leitlinien, dürften sie sich nach Meinung der Studienautoren weitgehend darauf verlassen, haftungsrechtlich nicht belangt zu werden.

Anders, wenn Kollegen von der Leitlinie abweichen - zum Beispiel, wenn sie sie nicht anwenden dürfen wegen anderer Erkrankungen ihres Patienten. In diesem Fall sollten Kollegen ihr Abweichen schlüssig begründen können.

Andernfalls könnten sie haftungsrechtlich belangt werden, sagt Francke. Das Gericht hat also die Umstände unbedingt zu prüfen. Denn die Leitlinien beziehen sich in der Regel auf Standardfälle und auf Durchschnittspatienten. Die Besonderheiten des einzelnen Patienten und der für ihn notwendigen Behandlung müßten die Ärzte aber stets berücksichtigen, sagte Francke - "und diese Freiheit muß dem Arzt immer belassen werden."

Um vor Gericht verwertbar zu sein, müßten die Leitlinien im allgemeinen einem hohen Verfahrensniveau entsprechen, aktuell und nach einem guten Standard erarbeitet sein, unterstrichen die Forscher. "Wir verlassen uns auf den S3-Standard der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften oder des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin", sagt Francke.

Die Qualität der Leitlinien wird nach einer dreistufigen Klassifikation unterschieden. S 3 ist der höchste Standard. Dabei handelt es sich um eine Leitlinie, für die alle Elemente einer systematischen Erstellung (unter anderen eine Entscheidungsanalyse und eine Out-come-Analyse) zusätzlich zum formalen Konsensus-Prozeß eingesetzt worden sind.

Ob diese Kriterien eingehalten werden, kann etwa die Clearing-Stelle prüfen, wie sie von der Bundesärztekammer und Kassenärztlichen Bundesvereinigung eingerichtet wurde. Liegt die Qualität niedriger, seien die Leitlinien wenig hilfreich und das Gericht wird sich vor allem an die Sachverständigen halten.

Mehr Informationen im Internet: http://www.igmr.uni-bremen.de
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An diesen Kliniken wird gestreikt
27.06.2006 - 01:29 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
An diesen Kliniken wird gestreikt BERLIN (HL). Ab heute werden schwerpunktmäßig zunächst kommunale Krankenhäuser in Großstädten und Ballungsgebieten bestreikt. Folgende Kliniken sind davon nach Angaben des Marburger Bundes vom Wochenende betroffen:

Bayern
(alle 26. bis 30.6.):

Augsburg
Altötting
Fürstenfeldbruck
Haar
Landshut (Bezirkskrankenhaus)
München (vier Standorte)
Nürnberg und Traunstein

Hessen:

Kliniken Frankfurt Höchst (Mo)
Klinikum Offenbach (Die)
Dr. Horst-Schmidt-Klinikum Wiesbaden (Mi)
Klinikum Hanau (Do und Fr)

Baden-Württemberg:

Klinik am Eichert in Göppingen
Klinikum Stuttgart (Mo, Die)
Klinikum Offenburg (Mo ab 15 Uhr und Mi)

Bremen:

Klinikum Bremen-Ost
Klinikum Bremen-Nord
Klinikum Bremen-Mitte
Klinikum Bremen-Links der Weser
Klinikum Bremerhaven Reinkenheide

Saarland (29.6. bis 3.7.):

Klinikum Saarbrücken
SHG-Klinik Völklingen .

Auch weitere Krankenhäuser können von Streiks betroffen sein.
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Krankenkassen: TK und Gmünder werden teurer
27.06.2006 - 01:28 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Krankenkassen: TK und Gmünder werden teurer BERLIN (HL). Zum 1. Juli erhöhen die Techniker Krankenkasse ihren Beitragssatz um 0,4 Punkte auf 13,2 Prozent und die Gmünder Ersatzkasse um 0,8 Punkte auf 13,6 Prozent. Betroffen sind bei der TK 3,9 und bei der GEK 1,55 Millionen Versicherte. Die Beiträge steigen damit um bis zu 28,05 Euro im Monat. Insgesamt haben in diesem Jahr bereits 55 Kassen ihre Beiträge erhöht.

Die Gmünder Ersatzkasse begründet die vergleichsweise hohen Anpassungen vor allem damit, daß die Zahlungen in den Risikostrukturausgleich im vergangenen Jahr um 120 Millionen Euro gestiegen sind. Mit 70 Millionen Euro zusätzlich schlagen die Arzneimittelausgaben zu Buche, der Anstieg bei den Krankenhausausgaben macht 50 Millionen aus. Die GEK hatte ihren Beitrag vier Jahre stabil gehalten.
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Streik an kommunalen Kliniken - Hausärzte bleiben gelassen
27.06.2006 - 00:29 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Streik an kommunalen Kliniken - Hausärzte bleiben gelassen 97 Prozent der Klinikärzte stimmen für Arbeitskampf

BERLIN/NEU-ISENBURG (HL/chb/di). Ab heute streiken die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Bei einer Urabstimmung des Marburger Bundes hatten sich 97 Prozent für einen Streik ausgesprochen. Hausärzte rechnen nicht mit großen Beeinträchtigungen ihrer Arbeit.


"Wir werden in dieser Woche mit Warnstreiks an Krankenhäusern in Ballungsgebieten und großen Städten beginnen. Die Sicherheit der Patienten hat dabei höchste Priorität", sagte MB-Chef Frank Ulrich Montgomery am Samstag. Die Notfallversorgung werde gesichert, aber elektive Eingriffe können verschoben werden, Klinikambulanzen könnten schließen.

Der Ärztestreik an den kommunalen Kliniken könnte die Arbeit in den Hausarztpraxen erschweren, weil vielleicht mehr Patienten kommen oder Ärzte ihre Patienten nicht in die gewohnte Klinik einweisen können. Doch das sehen viele gelassen. "Wir haben volles Verständnis für die Kollegen in den Kliniken. Wir unterstützen sie und stehen hinter ihren Forderungen", sagt zum Beispiel Schleswig-Holsteins Hausärztechef Nicolay Breyer.

Und auch die Vorsitzende des Hausärzteverbands Mecklenburg-Vorpommern Dr. Astrid Buch sieht durch Arbeitsniederlegungen in den kommunalen Kliniken "keine Dramen" auf die Hausärzte zukommen. Sie verweist auf Erfahrungen mit dem Streik an den Unikliniken.

Ihre Empfehlung im Umgang mit verärgerten Patienten: "Ich erkläre Ihnen sachlich, warum die Kollegen streiken. Die meisten haben dann Verständnis", ist die Allgemeinmedizinerin sicher.
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Ärztestreik: Hohe Streikbereitschaft - Ergebnis der Urabstimmung
25.06.2006 - 16:12 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Ärztestreik: Hohe Streikbereitschaft - Ergebnis der Urabstimmung "Das wichtigste ist ein eigener Tarifvertrag"

Hohe Streikbereitschaft der Ärzte an kommunalen Kliniken / Ergebnis der Urabstimmung am Samstag

KÖLN/POTSDAM (akr/ami/chb). Streikbereite Ärzte an kommunalen Kliniken benötigen in den nächsten Wochen ein dickes Fell, denn sie sehen sich von vielen Seiten harscher Kritik ausgesetzt. Doch wer sich in den Kliniken umhört, der merkt schnell, die Ärzte wollen unbedingt einen eigenen Tarifvertrag.

Das Telefon von Oberarzt Michael Krakau klingelt zur Zeit ständig. Dutzende Kollegen informieren sich beim Vertrauensmann des Marburger Bundes (MB) an den Städtischen Kliniken Köln am Standort Holweide über den Stand der Vorbereitungen für den Arbeitskampf. "Die Kollegen wollen wissen, wann sie endlich streiken dürfen", sagt Krakau.

Viele hätten gerne die Uniärzte bei ihren Streiks unterstützt
Unter den Ärzten der Städtischen Kliniken in Köln brodelt es, die Streikbereitschaft ist hoch. Die Urabstimmung über den Arbeitskampf der Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern ist das Gesprächsthema. Die Ärzte diskutieren über den Tarifabschluß an den Unikliniken und bereiten Aktionen vor. "Viele hätten gerne den Streik der Kollegen an den Unikliniken unterstützt", berichtet Krakau.

Schon im Dezember wollten die Ärzte in den Ausstand treten, wurden aber vom Landgericht Köln buchstäblich in letzter Minute daran gehindert. Die Richter erklärten den seinerzeit vorbereiteten Ausstand mit dem Argument für rechtswidrig, es bestehe Friedenspflicht (wir berichteten).

In den 90 kommunalen Kliniken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stehen keine Urnen für die Urabstimmung. Der MB läßt die Ärzte per Postkarte über den Streik abstimmen. Die Karte ist der MB-Zeitung beigelegt. Krakau ist davon überzeugt, daß sich eine überwältigende Mehrheit der Mediziner für den Streik ausspricht.

"Das wichtigste ist, daß wir einen eigenen Tarifvertrag bekommen", sagt er. "Es geht nicht, daß Leute über unsere Arbeitsbedingungen reden, die davon keine Ahnung haben." Außerdem fordern die Mediziner eine bessere Bezahlung.

Die Klinikärzte sind empört, daß die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände sich in den Verhandlungen nicht bewege, sagt Professor Reinhard Griebenow, MB-Vertrauensmann am Standort Merheim der Städtischen Kliniken Köln. Er und seine Kollegen sind auf den Arbeitskampf bestens eingestellt. "Wir haben ja schon einmal in den Startlöchern für einen Streik gesessen", sagt Griebenow. "Das müssen wir jetzt nur reaktivieren."

Kampfbereit sind die Ärzte auch an den Städtischen Kliniken Dortmund.
Das Krankenhaus ist mit 1700 Betten und 452 Ärzten die größte kommunale Klinik in NRW und die zweitgrößte bundesweit. "Unsere Forderungen werden von Ärzten auf allen Hierachie-Ebenen getragen", sagt ein MB-Mitglied. Anders als noch im Dezember seien die Streikvorbereitungen an den kommunalen Kliniken heute in der Öffentlichkeit sehr präsent. "Das ist ein Riesenvorteil."

Ärzte fordern, daß neue Kollegen eingestellt werden.
Auch Dr. Ute Jahn, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie am städtischen Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, geht davon aus, daß die meisten Kollegen für einen Streik stimmen. Jahn: "Meines Erachtens haben die Ärzte im TVöD eine zu geringe Grundvergütung."

Ärgerlich findet die Ärztin, daß die neuen Arbeitszeitregeln - die sie prinzipiell begrüßt - stellenneutral umgesetzt werden. "Die Arbeit wird dadurch noch komprimierter als sie ohnehin schon ist. Wir brauchen einfach mehr Kollegen, damit die Qualität in der Patientenversorgung aufrecht erhalten werden kann", fordert Jahn.

Quelle: äzrtezeitung
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Birgit Dreiskemper
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