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Erkrankungen u. GdB, Medi-News, Specials News
Therapie bei überaktiver Blase (Buchtipp)
09.10.2006 - 23:45 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Therapie bei überaktiver Blase (Buchtipp)
Zitat
Therapie bei überaktiver Blase

Der plötzliche Harndrang bei Patienten mit überaktiver Blase (overaktive bladder, OAB) wird imperativ genannt (von imperare, herrschen), und tatsächlich bestimmt er im wahrsten Sinn des Wortes das tägliche Leben. Das macht Dr. Christian Hampel von der Urologischen Klinik der Uni Mainz gleich im Vorwort seines Buches deutlich.

Wie er erläutert, geht die Blasenüberaktivität gewöhnlich mit Pollakisurie oder Nykturie einher, zudem kann sie, muß aber nicht mit Harninkontinenz vergesellschaftet sein. Obwohl irritative Symptome bei Interstitieller Cystitis, benigner Prostatahyperplasie oder aus neurogenen Ursachen nicht als OAB bezeichnet werden, haben Hampel und seine Kollegen diese Störungen dennoch ausführlich berücksichtigt.

Denn deren Therapie deckt sich anfangs oft mit dem Vorgehen bei OAB. Aktuelle Therapien für die Praxis sind auch das beherrschende Thema des Buches, obwohl Epidemiologie, Pathophysiologie und Diagnostik ebenfalls eingehend besprochen werden. So erfährt man, daß 42 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen über 75 Jahre an OAB leiden oder daß Anamnese, klinische Untersuchung, Miktionsprotokoll, Urinanalyse und Sonografie zur Basisdiagnostik gehören. (ars)

Christian Hampel (Hrsg.): Overactive Bladder - Aktuelle Behandlungsstrategien für die Praxis, Uni-Med Science, Bremen 2006, 112 Seiten, I, 39,80 Euro, ISBN-Nummer 3-89599-901-62005


Quelle: ärztezeitung
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Chemo verändert Hirnfunktion
06.10.2006 - 16:34 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Chemo verändert Hirnfunktion Computeraufnahmen zeigen noch zehn Jahre nach einer Chemotherapie Veränderungen im Gehirn von Brustkrebspatientinnen.

Krebspatienten, die eine Chemotherapie machen, beklagen oft, dass sie sich nicht völlig klar im Kopf fühlen oder vergesslich sind. Experten vermuten, dass bei mindestens einem Viertel der Chemo-Patienten die geistigen Fähigkeiten nachlassen. Wissenschaftler der University of California Los Angeles haben jetzt in einer Studie erstmals nachgewiesen, dass die aggressive Behandlung zur Vernichtung von Krebszellen den Stoffwechsel des Gehirns verändert und dadurch die Konzentrationsfähigkeit stört. Die Veränderung hängt manchen Patientinnen noch zehn Jahre nach der Chemotherapie nach.


David Silverman und seine Kollegen untersuchten 21 Frauen, denen vor fünf bis zehn Jahren Brusttumore entfernt worden waren. 16 der Patientinnen hatten sich nach der Operation einer Chemotherapie unterzogen. Die Wissenschaftler verglichen Computeraufnahmen vom Gehirn der chemotherapierten Frauen mit denen der anderen ehemaligen Brustkrebspatientinnen und solchen von Frauen, die weder eine Brustkrebs-Operation noch eine Chemotherapie hinter sich hatten. Sie sahen sich das Gehirn im Ruhezustand an und während die Frauen Gedächtnisaufgaben lösten.

PET-Aufnahmen belegen Denk-Defizit

Die Aufnahmen mit dem Positronen-Emissions-Tomographen (PET) zeigten deutlich, dass die Chemotherapie-Patientinnen geringere Stoffwechselaktivitäten in einem Bereich des Vorderhirns hatten als die anderen Probandinnen. „Je langsamer der Hirnstoffwechsel einer Patientin im Ruhezustand war, desto schwerer fiel es ihr, Gedächtnisaufgaben zu bewältigen“, erklärte Daniel Silverman. „Die Chemo-Patientinnen mussten sich sehr viel stärker anstrengen als die anderen Frauen, um die Aufgaben zu lösen.“

Die Forscher konnten jetzt zwar nachweisen, dass die Chemotherapie eine Veränderung im Gehirn verursacht. Man versteht aber noch nicht, welcher Mechanismus dahintersteckt, und wie man die Nebenwirkung verhindern kann.

Die Studie erscheint in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Breast Cancer Research and Treatment.
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Patienten mit Vorhofflimmern für Studie gesucht
05.10.2006 - 19:09 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Patienten mit Vorhofflimmern für Studie gesucht MÜNSTER (eb). Das Kompetenznetz Vorhofflimmern sucht noch Teilnehmer für die Flec-SL (Flecainid short/long)-Studie. In der Multicenter-Studie wird geprüft, ob eine antiarrhythmische Kurzzeittherapie über vier Wochen das Wiederauftreten von Vorhofflimmern genauso effektiv verhindert wie eine Langzeitbehandlung. Gesucht werden Kollegen in Klinik und Praxis, die an der Studie mitwirken und Patienten einschließen wollen.

Bundesweit sollen etwa 750 Patienten behandelt und sechs Monate beobachtet werden. Aufgenommen werden Patienten mit Vorhofflimmern, bei denen eine Kardioversion indiziert ist und die keine Kontraindikationen gegen eine Therapie mit Flecainid haben. Die Studie wurde 2005 gestartet.

Kontakt und Informationen zur Flec-SL-Studie: Privatdozent Paulus Kirchhof (Projektleiter), Uniklinikum Münster, Tel.: 02 51 / 8 34 - 76 24 oder - 80 01, Mail: sabine.juergensmeyer@ukmuenster.de oder auf der Internetseite:www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de
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Hirnstimulation bessert Parkinson
30.09.2006 - 19:15 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Hirnstimulation bessert Parkinson (openPR) - Die Tiefe Hirnstimulation zur Behandlung der Parkinson-Krankheit verbessert die Lebensqualität (LQ) im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auch dann, wenn medikamentöse Maßnahmen keine Verbesserung der LQ mehr erzielen können. Dies ist das Hauptergebnis einer deutschen multizentrischen Studie des Kompetenznetzes Parkinson unter Leitung des Koordinationszentrums Kiel.

Erstmalig wurde die Tiefe Hirnstimulation in einem kontrollierten prospektiven Untersuchungsaufbau mit einer Kontrollgruppe verglichen, die mit optimaler medikamentöser Therapie behandelt wurde. Außerdem wurde erstmals überhaupt bei Parkinson-Studien die Lebensqualität als wichtigster Haupt-Zielparameter herangezogen. In der Studie wurden 158 Patienten mit ausgeprägter Parkinson-Symptomatik entweder sofort operiert oder sechs Monate mit Medikamenten behandelt. Im Schnitt besserte sich die Lebensqualität der operierten Patienten trotz häufigerer Komplikationen um über 20 Prozent gegenüber der normalen medikamentösen Therapie und die motorischen Fähigkeiten um mehr als 40 Prozent. Bislang gab es nur Fallserien von Patienten. Jetzt steht erstmals eine mit Medikamenten behandelte Kontrollgruppe zur Verfügung, die den Direktvergleich der bisherigen und der neuen Behandlungsmethode erlaubt.

"Das Ergebnis unserer Studie wird Auswirkungen auf die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung haben", so der Studienleiter Prof. Deuschl, Neurologische Klinik der Universität Kiel. "Wir haben damit einen Weg gefunden, diesen schwerst betroffenen Patienten zu helfen. Mit den neuen Ergebnissen können wir ein Patientenprofil beschreiben, dem die Operation mit großer Wahrscheinlichkeit hilft."

Allerdings ist auch ein Ergebnis der Studie, dass schwere Nebenwirkungen bei einzelnen Patienten den Erfolg gefährden können. In weiteren Untersuchungen werden nun die Langzeiteffekte der Tiefen Hirnstimulation überprüft sowie die Bedeutung dieser neuen Technik für jüngere Parkinson-Patienten evaluiert.

Mehr zu diesem Thema finden Sie im eJournal MEDIZIN ASPEKTE unter der URL
http://www.medizin-aspekte.de/06/09/medizin_forschung/parkinson.shtml

Zusätzliche Informationen aus der Welt der Gesundheit und Medizin bietet die aktuelle Ausgabe des eMagazins MEDIZIN ASPEKTE, das kostenlos unter http://www.medizin-aspekte.de zu erreichen ist.

Quelle: openpr.de
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Polyneuropathie und Akupunktur
30.09.2006 - 19:13 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Polyneuropathie und Akupunktur Erfolgreiche Behandlung der Polyneuropathie mit Traditioneller Chinesischer Medizin

Hamburg, 28. September 2006. Der Vortagssaal platze aus allen Nähten, als Dr. med. Sven Schröder, Facharzt für Neurologie in der Jarrestraße, im Rahmen der TCM-Messe der HanseMerkur Krankenversicherung aG und der DAK über die Behandlung neurologischer Erkrankungen mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) referierte: Die Behandlung neurologischer Erkrankungen mit Traditioneller Chinesischer Medizin sei, so führte der Hamburger Neurologe aus, in China weit verbreitet, wird im Westen aber, mit Ausnahme der Behandlung von Kopfschmerzen, nur selten angewandt. Wie bei jeder TCMBehandlung ist eine genaue chinesische Diagnose Grundvoraussetzung für den Erfolg. Nach genauen wissenschaftlichen Regeln wird der genaue funktionelle Status des Patienten erhoben, im Sinne der westlichen Medizin entspricht dies einem vegetativen Funktionsbild.

Wichtig ist zu wissen, dass es in der Chinesischen Medizin keine Standardtherapie für ein bestimmtes Krankheitsbild, wie bspw. Migräne, gibt. Die Konstitution des Patienten bildet die Basis für die Erhebung. Hier wird auch eine Aussage über die "innere Natur" des Patienten gemacht, seine inneren Handlungsmotive, seine Neigung, bestimmte Krankheitsbilder in der einen oder anderen Weise auszuprägen. Der Krankheitsauslöser, sei er nun ein entgleister Abwehrreflex oder eine überstarke und damit krankheitserzeugende Emotion, ist genauso relevant für ein wirksames Behandlungskonzept. Daraus resultieren in der Summe funktionelle vegetative Störungsbilder, die so genannten "Orbes" oder Funktionskreise. Schließlich wird dies alles in den übergeordneten Zusammenhang der Körpersteuerung sowie der Leitkriterien, gestellt, um ein besseres Verständig der Gesamtheit des Menschen zu gewinnen.

Vor therapeutische Probleme stellt die westliche Medizin die so genannte Polyneuropathie. Dabei handelt es sich um Schädigungen der peripheren Nerven, die die Endglieder des Menschen versorgen. Dr. Sven Schröder erläuterte die Wirkung Chinesischer Medizin am Beispiel dieses Krankheitsbildes. Meist treten bei den Betroffenen erste Beschwerden an den Füßen auf. Der Patient verspürt eine wachsende Taubheit, die langsam nach oben fortschreitet. Häufigste Ursache der Polyneuropathie sind Alkoholkrankheit, Diabetes, Entzündungen und Stoffwechselprobleme. Auch Tumorleiden und eine Vielzahl anderer Erkrankungen gilt es nun abzuklären. Dennoch bleibt leider in einer großen Anzahl der Fälle die Ursache unklar. Die Patienten leiden, wie Dr. Schröder aus seiner Praxiserfahrung weiß, erheblich. In der Folge führt die Erkrankung zu Gangunsicherheit, Taubheitsgefühlen, Lähmungen oder aber auch Überempfindlichkeiten der Nerven mit heftigen, meist brennenden, Schmerzen.

In einer aktuellen Studie mit Polyneuropathie-Patienten, die in Zusammenarbeit von Schröder, der Deutschen Gesellschaft für TCM und dem UKE durchgeführt wurde, profitierten 76 Prozent der mit Akupunktur behandelten Patienten nachweislich von dieser Therapie. Nach rund zehn Behandlungen mit Akupunktur konnten erhebliche Verbesserungen festgestellt werden. Konkret bedeutet das für den Patienten weniger Taubheitsgefühl, weniger Missempfindungen sowie eine deutlich verbesserte Gangsicherheit. Bei einigen Patienten konnten sogar Lähmungserscheinungen gebessert werden.

Schröder konnte diese subjektiven Ergebnisse durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten objektivieren. Eine größere Folgestudie ist nun in Planung. Der Neurologe ist froh, "dass wir mit dieser Untersuchung endlich nachweisen konnten, dass Akupunktur nicht nur die subjektiven Beschwerden, sondern objektiv eine Krankheit wie Polyneuropathie behandelbar macht. Eine Krankheit, die vorher im Wesentlichen als nicht therapierbar galt. Durch die messbare Verbesserung der Nervenleitgeschwindigkeiten konnten wir dafür den Nachweis erbringen".

Quelle: pressrelations.de
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RLS (Restless Legs) - neues Medikament freigegeben
24.09.2006 - 13:55 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
RLS (Restless Legs) - neues Medikament freigegeben GlaxoSmithKline bringt Wirkstoff Ropinirol auf den Markt

Patienten, die unter dem Restless Legs Syndrom (RLS) leiden, können aufatmen: Seit kurzem steht ihnen das Medikament Adartrel® (Wirkstoff Ropinirol) zur Verfügung. Mit dem Dopaminagonisten lässt sich die Krankheit effektiv und gut verträglich therapieren.

"RLS ist eine unterschätzte Krankheit", erklärt der Regensburger Schlafforscher Professor Dr. Göran Hajak. Er verweist auf Schätzungen, wonach rund 800.000 Menschen in Deutschland unter Symptomen leiden, die eine medikamentöse Behandlung notwendig machen. 5 - 10 Prozent der Bevölkerung klagen zumindest gelegentlich über die typischen Symptome des Restless Legs Syndroms. Damit zählt RLS zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen.

Wichtigstes Kennzeichen des RLS ist ein Bewegungsdrang der Beine, oft verbunden mit einem Kribbeln, Brennen, Ziehen und Zucken, das sich in Ruhe verstärkt. Die Beschwerden treten vor allem abends und nachts auf - und stören deshalb erheblich den Schlaf. Die Patienten schlafen verzögert ein und wachen nachts häufig auf. Folge: Sie sind unausgeruht, vermindert leistungsfähig und in ihren beruflichen und sozialen Aktivitäten eingeschränkt.

Unter Medikamenten, die die Wirkung des Botenstoffs Dopamin im Gehirn unterstützen, bessern sich die RLS-Symptome und der Schlaf. Die Dauertherapie mit dem bis vor kurzem einzig zugelassenen RLS-Medikament L-Dopa hat jedoch häufig eine Komplikation zur Folge - die Augmentation: Die Beschwerden beginnen früher (teilweise schon tagsüber), sie werden stärker und können sich auf andere Körperstellen ausdehnen, etwa Arme oder Rumpf.

Die Wirksamkeit von Ropinirol bei der Behandlung des RLS konnte bei über 1000 Patienten in Studien gezeigt werden. Als wichtiger Punkt stellte sich die relativ geringe Augmentationsrate heraus, die in einer klinischen Studie* über 52 Wochen bei 3,8 Prozent lag - deutlich weniger als unter L-Dopa.

*: In der Studie meldeten entsprechend instruierte Prüfärzte Augmentation als Nebenwirkung.

Joachim Zdzieblo | Quelle: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Weitere Informationen: http://www.gsk.com
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Lexikon

Augmentation:

Das Stichwort Augmentation (v. lat. augere „wachsen lassen, vergrößern“) hat verschiedene Bedeutungen:


  • Körperliche Vergrößerungen im Bereich der Medizin; Beispiele: Brustvergrößerung (Mammaaugmentation),
  • Bessere Wirksamkeit durch eine Kombination von mehreren Medikamenten, siehe z. B. Lithiumaugmentation.
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Uniklinik muß Patientin eine Rente zahlen
20.09.2006 - 23:01 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Uniklinik muß Patientin eine Rente zahlen GÖTTINGEN (pid). Ein Behandlungsfehler kommt das Göttinger Universitätsklinikum teuer zu stehen.

Der Betrag, den das Klinikum nach einem Urteil des Landgerichts Göttingen an eine frühere Pharma-Referentin zahlen muß, wird sich mit den Jahren auf über eine Million Euro belaufen.

Das Gericht sprach der Frau Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 650 000 Euro zu. Dazu kommen noch eine monatliche Rente von 255 Euro sowie eine Entschädigung für den Verdienstausfall in Höhe von 220 000 Euro. Wieviel das Klinikum insgesamt wird zahlen müssen, ist noch nicht absehbar.

Es ist nämlich verpflichtet, der Frau auch noch jeden zukünftig auftretenden Schaden zu ersetzen, der auf die fehlerhafte Krankenhausbehandlung zurückzuführen ist. Dies betrifft vor allem künftige Behandlungskosten und Klinikaufenthalte.

Die Patientin war 1997 in der Uniklinik künstlich ernährt worden. Wegen Vitamin-B-1-Mangels kam es zu neurologischen Ausfällen mit irreparablen Folgen

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Hintergrund:

Hoher Schadenersatz für Patientin
Landgericht verurteilt Uniklinik Göttingen wegen fehlerhafter Behandlung


GÖTTINGEN (pid). Das Göttinger Universitätsklinikum muß einer 45jährigen Patientin aus dem Landkreis Göttingen wegen eines Behandlungsfehlers Schmerzensgeld und Schadensersatz in beträchtlicher Höhe zahlen. Das entschied das Landgericht Göttingen.

Die Patientin ist seit einer künstlichen Ernährung im Klinikum im Jahr 1997 ein Pflegefall. Nach Ansicht des Gerichts ist ihre schwere gesundheitliche Schädigung auf die damalige Behandlung zurückzuführen. Das Klinikum muß der Frau ein Schmerzensgeld von knapp 180 000 Euro sowie eine bisher angefallene Schmerzensgeldrente von rund 26 000 Euro zahlen. Seit Anfang dieses Jahres ist außerdem eine monatliche Rente von jeweils 255 Euro fällig.

Außerdem wurde die Klinik zu Schadensersatz in Höhe von 445 000 Euro sowie zur Entschädigung des Verdienstausfalls verurteilt. Wie groß die Entschädigung insgesamt ausfallen wird, ist noch nicht absehbar. Das Klinikum muß der Patientin nämlich auch zukünftige Schäden wie etwa weitere Klinikaufenthalte und Behandlungskosten ersetzen.

Der Anwalt der Patientin, Dieter Locke, zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. Es sei unverständlich, daß die Klinik einen Vergleichsvorschlag über zwei Millionen Euro abgelehnt habe. Das Universitätsklinikum wollte sich vorerst nicht zu dem Urteil äußern. Man wolle die Urteilsbegründung abwarten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Diclofenac erhöht Herz-Risiko um 40%
13.09.2006 - 21:01 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Diclofenac erhöht Herz-Risiko um 40% | 13.09.06, 11:44 |
Der gängige Schmerz- und Entzündungshemmer Diclofenac soll das Risiko von Herzinfarkten stark erhöhen. Das ergibt eine Auswertung von 23 Studien.

Diclofenac gehört zu den verbreitetsten Schmerz- und Entzündungshemmern, die nicht auf Kortison basieren. Mediziner verordnen das Medikament gegen Gelenkserkrankungen wie Rheuma, Gicht und Arthrose aber auch zur Behandlung von Prellungen oder Zerrungen.

Patricia McGettigan von der Universität Newcastle in Australien und Kollegen werteten 23 Studien aus, die Wirkung und Nebenwirkung von nichtsteroidale Entzündungshemmern (NSAR) untersuchten, darunter klassische Arzneimittel und neuer Medikamentenklassen, von denen sich Mediziner weniger Nebeneffekte erhoffen. Insgesamt flossen die Daten von 1,6 Millionen Testpersonen in die Analyse ein.

40 Prozent erhöhtes Risiko

Das Ergebnis weist auf einen medizinischen Skandal hin: Dosierungen von Diclofenac in üblicher Größe können die Gefahr für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod um 40 Prozent erhöhen.

Klassische NSAR wie Diclofenac und Ibuprofen wirken, indem sie bestimmte Cyclooxygenase-Enzyme blockieren, die so genannten Cox-2. Sehr ähnliche Enzyme befinden sich jedoch auch im Verdauungstrakt. Da klassische NSAR auch diese hemmen, schlugen die Medikamente den Patienten häufig auf den Magen.

Eine Lösung schienen die selektiven Cox-2-Hemmer zu bieten, die nur die Entzündungs- nicht aber die Magenenzyme blockieren. Das Medikament Vioxx war einer dieser zunächst viel versprechenden Vertreter. Es musste jedoch vom Markt genommen werden, weil sich das Risiko für Herzinfarkt und andere gefährliche Herz-Kreislauf-Probleme unter hoher Dosierung verdoppelte. Schon damals gerieten die auch die älteren NSAR unter Verdacht, riskant für das Herz zu sein. Diese Vermutung bestätigt sich vor allem für Diclofanac.

Hoffen auf neue Medikamente

Wissenschaftler arbeiten weiterhin an neuen Generationen von Entzündungshemmern, die sowohl das Herz als auch den Magen schonen.

Eine jüngst in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie stellt eine neue Substanz vor, die viel versprechend scheint: Garret FitzGerald und seine Kollegen von der University of Pennsylvania konnten zeigen, das der Wirkstoff zumindest in Versuchen mit Mäusen gegen Arthritis wirkt und zugleich vor Arteriosklerose schützt.

(Quelle: Nature)

Mehr lesen auf http://focus.msn.de/gesundheit/gelenkschmerzen/news/Diclofenac_nid_35446.html
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Zeitung für Menschen mit MS
13.09.2006 - 20:58 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Zeitung für Menschen mit MS (openPR) - Auf floriani-apotheke.de können Interessierte kostenlos die „MS Welt“ abonnieren oder downloaden

Die Floriani Apotheke ist eine Versandapotheke mit Sitz in Hamburg. Kernkompetenzen der Apotheke sind die beiden chronischen Erkrankungen Diabetes und Multiple Sklerose. Für Betroffene bedeutet dies zum einen, dass die Floriani Apotheke für beide Erkrankungen benötigte Medikamente ständig auf Lager hat und schnell an die gewünschte Lieferadresse senden kann. Zum anderen kann das pharmazeutische Team der Versandapotheke bei Fragen kompetent Auskunft geben. Denn die Floriani Apotheke möchte mehr tun, als Betroffene mit Medikamenten zu versorgen.

Daher hat der Inhaber Martin Hesse in diesem Jahr erstmals auch eine Patienten-Zeitschrift zum Thema „Multiple Sklerose“ herausgeben: die „MS Welt“. Der Apotheker und sein Team wissen aus vielen persönlichen Gesprächen mit Betroffenen, wie wichtig Informationen und Tipps über diese Krankheit sind – um die Diagnose zu „verkraften“ und mit der Erkrankung zu leben. Denn MS hat viele Gesichter – keine Erkrankung gleicht der anderen, keine verläuft gleich und eine Heilung ist heute noch nicht möglich. Doch auch wenn dies so ist, gibt es dennoch vieles, was Menschen mit Multipler Sklerose das Leben erleichtert, Mut macht und Hilfe leistet. Und genau darüber berichtet die „MS Welt“ viermal im Jahr – über hilfreiche Tipps von Experten, Erfahrungen von MS-Patienten, Forschungsansätze und Therapiemöglichkeiten, neue Internetseiten und vieles mehr.

Die aktuelle Ausgabe der „MS Welt“ mit dem Schwerpunktthema „Der Schub“ steht jetzt auf http://www.floriani-apotheke.de/kompetenz.html zum Download bereit. Hier haben Interessierte ebenfalls die Möglichkeit, sich kostenlos und unverbindlich für ein Abo der gedruckten Version der Zeitschrift einzutragen.

Quelle: openpr.de
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Ältere Väter höheres Autismus-Risiko
13.09.2006 - 20:57 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Ältere Väter höheres Autismus-Risiko New York/London (pte) - Kinder mit älteren Vätern verfügen über ein deutlich erhöhtes Austismusrisiko.

Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Mount Sinai School of Medicine http://www.mssm.edu und des Institute of Psychiatry at King's College http://www.iop.kcl.ac.uk gekommen. Kinder mit Vätern über 40 Jahren verfügten über ein sechs Mal so hohes Risiko als Kinder von Vätern unter 30 Jahren. Laut den Wissenschaftlern sei die in den Archives of General Psychiatry http://archpsyc.ama-assn.org veröffentlichte Studie ein weiterer Beweis dafür, dass die biologische Uhr auch bei Männern tickt. Simon Baron Cohen vom Autism Research Centre http://www.autismresearchcentre.com erklärte, dass Tests erforderlich seien, die untersuchten, ob dieser Zusammenhang allgemein zu beobachten sei.

Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von 132.271 Kindern, die während der 1980er-Jahre in Israel geboren wurden. Alle Männer und drei Viertel der in diesen Jahren geborenen Frauen wurden im Alter von 17 Jahren durch die Musterungskommission beurteilt. Im Zusammenhang dieser Untersuchungen wurden etwaige Erkrankungen festgestellt und aufgezeichnet. Zusätzlich wurde das Alter der Eltern notiert und Faktoren wie das Geburtsjahr und der sozioökonomische Status berücksichtigt. Bei jenen Kindern, deren Väter zum Zeitpunkt ihrer Geburt zwischen 15 und 29 Jahren alt waren, lag die Autismusrate bei sechs von 10.000 Kindern. Diese Zahl stieg bei Vätern zwischen 30 und 39 Jahren auf neun an und war damit 1,6 Mal so hoch. Bei Vätern im Alter zwischen 40 und 49 Jahren stieg die Rate auf 32 von 10.000 Kindern und war damit 5,75 Mal so hoch. Bei Vätern über 50 Jahren schien die Zahl noch höher zu sein. Laut den Wissenschaftlern war das Sample in dieser Altersgruppe jedoch nur sehr klein. Das Alter der Mutter schien die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung des Kindes nicht zu beeinflussen.

Die Forscher gehen davon aus, dass es einen genetischen Defekt geben könnte, der mit steigendem Alter weiter verbreitet ist. Dabei könnte es sich um spontane Mutationen der Sperma produzierenden Zellen handeln oder um Veränderungen in der genetischen Prägung, die die Exprimierung der Gene beeinflusst. Der leitende Wissenschaftler Avi Reichenberg erklärte, dass es wichtig sei, dass das väterliche Alter durch das soziokulturelle Umfeld beeinflusst werde und in verschiedenen Zeiten und Gesellschaften unterschiedlich sei.

Autismus und ähnliche Krankheiten sind immer stärker verbreitet. Heute sind 50 von 10.000 Kindern betroffen. Vor zwei Jahrzehnten waren es noch fünf von 10.000. Für den Anstieg der Anzahl der Erkrankungen werden hauptsächlich das gesteigerte Bewusstsein und Veränderungen in der Diagnose verantwortlich gemacht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch andere sich verändernde Faktoren eine Rolle spielen könnten. Ein höheres Alter der Eltern wurde in der Vergangenheit mit Anomalien in der Gehirnentwicklung bei Kindern in Zusammenhang gebracht.

Quelle: pressetext.de
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"Starke Frauen, voll im Leben"
08.07.2006 - 23:40 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
"Starke Frauen, voll im Leben" Politikerinnen und Betroffene stellen in Berlin Buch über Rheuma-Patientinnen vor

BERLIN (te). Sie verstecken ihre Hände und Füße, um die Veränderungen ihrer Gelenke unsichtbar zu machen. Sie haben Schmerzen, die vergleichbar sind mit einem Hexenschuß. Sie können manchmal keine Türen öffnen, keine Koffer tragen oder selbst in den Bus einsteigen: Patientinnen mit rheumatoider Arthritis. Auf ihre Sorgen hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie gemeinsam mit Bundestagspolitikerinnen in Berlin aufmerksam gemacht.

Bei der Buchvorstellung "Starke Frauen, voll im Leben" präsentierte die Selbsthilfeorganisation Interviews zwischen Politikerinnen und Patientinnen, die das Leiden vornehmlich weiblicher Patienten näher beschreiben sollen.

"Rheumatoide Arthritis steht nicht so sehr im Rampenlicht wie Aids, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen", sagte die Schirmherrin und frühere Forschungsministerin Edelgard Bulmahn. Dennoch bräuchten die Betroffenen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, um Lebensqualität und Lebenserwartung steigern zu können.

In Deutschland leiden etwa 800 000 Menschen an der chronisch-entzündlichen Erkrankung, die bis zur völligen Zerstörung der Gelenke führen kann. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 30 und 60 Jahren. Der Anteil der Frauen beträgt 75 Prozent. Die Kosten der Behandlung, der Arbeitsunfähigkeit sowie der vorzeitigen Verrentung durch die Krankheit beziffert das Bundesgesundheitsministerium auf 3,5 bis fünf Milliarden Euro jährlich.

Die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Christine Jakob, forderte, daß auch nach der geplanten Gesundheitsreform Leistungen wie Beweglichkeitsübungen von den Krankenkassen bezahlt werden. Notwendig sei die Ausbildung von mehr Rheumatologen; Forschungsprojekte sollten stärker gefördert werden.

Das Buch "Starke Frauen, voll im Leben - Leben mit rheumatoider Arthritis", das mit Unterstützung des Arzneimittel-Herstellers Abbott entstand, kann bei der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie bezogen werden (Luisenstraße 41, 10117 Berlin, Tel. 0 30-240 484 70, Fax: 0 30-240 484 79, http://www.dgrh.de).
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Behandlungsfehler
30.06.2006 - 12:28 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Behandlungsfehler Wenn Sie der Meinung sind, daß bei Ihnen ein Behandlungsfehler vorliegt, können Sie sich an verschiedene Stellen wenden, um Ihren Fall überprüfen zu lassen.

Ganz oben stehen natürlich die Ärztekammern, die Gutachterkommissionen zur Prüfung und Bewertung der Vorkommnisse eingerichtet haben. Daneben gibt es verschiedene Verbände und Selbsthilfegruppen, die auch Hilfestellung bzw. Beratung bieten. Auch Ihre Krankenkasse hilft Ihnen gerne weiter!!

Eine Auswahl von interessanten Links hier an dieser Stelle:

1.
Bundesärztekammer - Behandlungsfehler

In dieser Rubrik finden Sie u.a.
- Erläuterungen zu den Aufgaben der ärztlichen Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei
- Arzthaftpflichtfragen und deren Adressen sowie aktuelle Daten zu ihrer Tätigkeit.
- Aufgaben der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen
- Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Landesärztekammern
- Anschriften und Telefonnummern

INFO:
Eckpunkte zur Verbesserung der Verfahrensabläufe vor den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen
Die Unterarbeitsgruppe I der Arbeitsgruppe 'Patientenrechte in Deutschland: Fortentwickungsbedarf und Fortentwicklungsmöglichkeiten' des Bundesministeriums für Gesundheit hat in ihrem Abschlussbericht vom 14.08.2000 die Bundesärztekammer gebeten, eine Rahmenverfahrensordnung zur Vereinheitlichung und Verbesserung der Verfahrensabläufe vor den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen zu erarbeiten. Die Ständige Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungssstellen hat Eckpunkte am 18.06.2001 erarbeitet, die der Vorstand der Bundesärztekammer in seiner Sitzung am 28.09.2001 zustimmend zur Kenntnis genommen hat, und wird diese den Landesärztekammern und dem Bundesministerium für Gesundheit zuleiten.

2.
Man kann sich auch an die Landesärztekammern wenden, so z.B. im Rheinland: Ärztekammer Nordrhein

3.
Patientenverbände und Beratungsstellen z.B.
BAGP
Patientenschutz.de

4.
Weblinks
Adressen und Info auf medknowledge.de
Arbeitskreis Medizingeschädigter
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Projekt "Leben & Wohnen für Menschen mit HIV und AIDS" entsteht in Essen
29.06.2006 - 12:28 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Projekt "Leben & Wohnen für Menschen mit HIV und AIDS" entsteht in Essen Bonn (ots) - Verbesserte medizinische Therapien ermöglichen
Menschen mit HIV und AIDS meist ein längeres Leben, können aber neue
Krankheitsbilder, körperliche und psychische Einschränkungen nicht
verhindern. Immer mehr Betroffene werden mit AIDS alt. Diese
Entwicklung erfordert die Einrichtung spezieller betreuter
Wohnprojekte, die Pflege und Versorgung, soziale Einbindung aber auch
die Autonomie der Bewohner vereinbaren.

Da auch die AIDS-Hilfe Essen
einen zunehmenden Bedarf in diesem Bereich registriert, soll nun in
der Varnhorststraße 19 in unmittelbarer Nachbarschaft der AIDS-Hilfe
das Projekt "Leben und Wohnen für Menschen mit HIV und AIDS"
verwirklicht werden. Die Deutsche AIDS-Stiftung hat dort ein Haus
erworben, in dem nach der noch erforderlichen Renovierung sechs
behindertengerechte Einzelapartments, eine Wohneinheit für Paare mit
kleiner Küche und behindertengerechtem Bad, eine Wohneinheit für
Rollstuhlfahrer, ein Gemeinschaftsraum sowie ein Büroraum für einen
Sozialarbeiter entstehen sollen. Träger des Projektes ist die
AIDS-Hilfe Essen e.V., die das Haus zu sehr günstigen Bedingungen von
der Stiftung mieten wird. Spenden zugunsten des Projektes werden
dringend benötigt, denn die Umgestaltung des Hauses wird noch rund
250.000 Euro kosten.

Das geplante Angebot wendet sich an aidskranke Menschen, die
aufgrund der Schwere ihrer AIDS-Erkrankung behindert sind, nicht mehr
ohne regelmäßige Betreuung in ihrer Wohnung bleiben können und die
von erheblichen Störungen ihrer sozialen Integration bedroht sind.
Das Projekt soll die Begleitung der individuellen Basisversorgung,
der Haushaltsführung, der Gestaltung sozialer Beziehungen sowie der
Tagesgestaltung leisten und Hilfestellungen im psychosozialen Bereich
bieten. Geplant sind unter anderem Freizeit- und ergotherapeutische
Angebote, Motivationsarbeit sowie Beratung bei Problemlösungen und
Sinnstiftung.

"Der Anteil der älteren Antragstellenden bei der Stiftung hat seit
drei Jahren deutlich zugenommen. Diesen neuen Herausforderungen
stellt sich die Stiftung mit der zunehmenden Förderung von Projekten
des betreuten Wohnens, darunter beispielsweise das
Wohn-Pflege-Projekt für Menschen mit AIDS in der Reichenberger Straße
in Berlin, das ein Modell für Essen sein kann", sagte Dr. Ulrich
Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung.

Ann-Kathrin Akalin, Pressereferentin Deutsche AIDS-Stiftung
Telefon 0228-6046933
Fax 0228-6046999
E-mail: Ann-Kathrin-Akalin@AIDS-Stiftung.de

Klaus-Peter Hackbarth, Geschäftsführer AIDS-Hilfe Essen e.V.
Telefon 0201-1053700
Fax 0201-1053729
E-Mail: kp.hackbarth@aidshilfe-essen.de


Quelle: http://www.aids-stiftung.de
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Krankenkassen: TK und Gmünder werden teurer
27.06.2006 - 01:28 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Krankenkassen: TK und Gmünder werden teurer BERLIN (HL). Zum 1. Juli erhöhen die Techniker Krankenkasse ihren Beitragssatz um 0,4 Punkte auf 13,2 Prozent und die Gmünder Ersatzkasse um 0,8 Punkte auf 13,6 Prozent. Betroffen sind bei der TK 3,9 und bei der GEK 1,55 Millionen Versicherte. Die Beiträge steigen damit um bis zu 28,05 Euro im Monat. Insgesamt haben in diesem Jahr bereits 55 Kassen ihre Beiträge erhöht.

Die Gmünder Ersatzkasse begründet die vergleichsweise hohen Anpassungen vor allem damit, daß die Zahlungen in den Risikostrukturausgleich im vergangenen Jahr um 120 Millionen Euro gestiegen sind. Mit 70 Millionen Euro zusätzlich schlagen die Arzneimittelausgaben zu Buche, der Anstieg bei den Krankenhausausgaben macht 50 Millionen aus. Die GEK hatte ihren Beitrag vier Jahre stabil gehalten.
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Transplantation eines Gesichts in London geplant
22.06.2006 - 22:59 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Transplantation eines Gesichts in London geplant LONDON (dpa). Die weltweit erste vollständige Transplantation eines Gesichtes erfolgt möglicherweise in London, wie britische Zeitungen melden.

Der Chirurg Dr. Peter Butler vom Royal Free Hospital habe die Op 14 Jahre lang vorbereitet und dabei auch mit 30 potentiellen Patienten gesprochen. Kliniksprecher Neil Hubands kündigte eine Entscheidung des Ethik-Rates des Hospitals für morgen an. Dabei werde es zunächst allein darum gehen, ob es grundsätzliche ethische Einwände dagegen gebe, daß ein Mensch ein vollständig neues Gesicht bekommt.

Vor drei Jahren hatte der britische Chirurgen-Verband Bedenken gegen Gesichtstransplantationen geäußert. Es seien zunächst weitere Forschungen zu den möglichen psychologischen Auswirkungen auf Patienten und Angehörige erforderlich. In Frankreich und in China sind bereits Teil-Gesichtstransplantationen vorgenommen worden.
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Barrierefrei vom Studium in den Beruf - Internationale Praktikumsbörse für behinderte Studierende und Absolvent/-inn/en
19.06.2006 - 02:19 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Barrierefrei vom Studium in den Beruf - Internationale Praktikumsbörse für behinderte Studierende und Absolvent/-inn/en Für behinderte Studienabsolventen ist es schwierig, einen geeigneten Praktikumsplatz im eigenen Land zu finden, im Ausland jedoch nahezu unmöglich. Hier schafft das EU-Projekt "Übergang vom Studium zum Beruf für behinderte Menschen" Hilfe. Auf der (Englisch-sprachigen) Projekt-Homepage finden behinderte Studierende und Studienabsolvent/inn/en Praktikums-, Ausbildungs- und Traineestellen in ganz Europa, die barrierefrei sind. Um diese Datenbank zu erstellen und aktuell zu halten, haben sich Institutionen aus zehn europäischen Ländern unter Leitung des "Independent Living Institute" in Schweden zusammengeschlossen.
Für Deutschland hat das "Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Bad Kreuznach e.V." die Koordination übernommen. Ziel ist es zunächst, eine Datenbank für den deutschsprachigen Raum zu erstellen, die barrierefreie Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten auflistet.

Kontakt
Elina Büttenbender
ZSL Bad Kreuznach e.V.
Mannheimer Str. 65
55545 Bad Kreuznach
e.buettenbender@zsl-bad-kreuznach.org


Die aktuelle Auflage von: "Studium in Dortmund. Ein Leitfaden für behinderte Studierende" kann im Büro des Beratungsdienstes behinderter und chronisch kranker Studierender kostenlos abgeholt werden. Eine digitale Version des 120 Seiten starken Leitfadens steht im Download-Bereich von DoBuS zur Verfügung.

Auf CD in adaptierter Ausgabe erhältlich:
Renate Walthes: Einführung in die Blinden- und Sehbehindertenpädagogik. München/Basel 2003.
Das Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium (DoBuS) an der Universität Dortmund hat dieses Grundlagenbuch sehgeschädigtenspezifisch adaptiert. Entstanden ist eine CD, die gegen Nachweis der Sehschädigung zum Preis von 19,90 Euro beim DoBuS bestellt werden kann. Der Ernst Reinhardt Verlag hat DoBuS freundlicherweise die Exklusivlizenz zur sehgeschädigtengerechten Adaption des 234 Seiten umfassenden Buches erteilt.
Bestelladresse:
Universität Dortmund, Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium, Ralph Klein
Emil-Figge-Straße 50, 44221 Dortmund, E-Mail: dobus@uni-dortmund.de
Copyright DoBuS. Zuletzt geändert am 16. Mai 2006.


Quelle: http://www.dobus.uni-dortmund.de/aktuell.htm
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Stiftung für das behinderte Kind: Schirmherrin Dr. Ursula von der Leyen
12.06.2006 - 01:17 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Stiftung für das behinderte Kind: Schirmherrin Dr. Ursula von der Leyen Dr. Ursula von der Leyen übernimmt Schirmherrschaft

BERLIN (eb). Die Stiftung für das behinderte Kind hat Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen als Schirmherrin gewonnen. Ziel der Stiftung ist Vorsorge und Früherkennung von Behinderungen.

Die moderne Medizin habe hervorragende Möglichkeiten, Kindern mit Behinderung zu helfen, sagte von der Leyen auf der Veranstaltung zum 40jährigen Jubiläum der Stiftung. "Je früher wir Krankheiten erkennen und behandeln können, desto größer ist die Hoffnung dieser jungen Menschen auf ein normales Leben".

Einer der Schwerpunkte der Stiftung sind in diesem Jahr Menschen mit Down-Syndrom. Ein Symposium im November werde sich auf die therapeutischen Möglichkeiten für die Betroffenen konzentrieren, so Professor Joachim Dudenhausen, Vorsitzender der Stiftung.

Es gehe um die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit Down-Syndrom und nicht um die möglichen Folgen der pränatalen Diagnostik. Die Stiftung werde auch zwei Bücher zu den Themen Schwangerschaft und Alkohol sowie Wachstum von Kindern veröffentlichen.
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Multiple Sklerose: Zulassung von Natalizumab bei MS empfohlen
12.06.2006 - 01:10 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Multiple Sklerose: Zulassung von Natalizumab bei MS empfohlen NEU-ISENBURG (eb). Der wissenschaftliche Ausschuß der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA, das CHMP, hat die Zulassung des Medikaments Tysabri® mit dem Wirkstoff Natalizumab empfohlen, und zwar zur Behandlung von Patienten mit schubweise remittierender Multipler Sklerose (MS). Damit soll die fortschreitende Behinderung der Patienten verzögert und die Häufigkeit der Krankheitsschübe verringert werden.

Wie die Unternehmen Biogen Idec und Elan Corporation mitteilen, empfahl der Ausschuß die Verwendung des Medikaments sowohl bei Patienten mit hochaktiver schubweise remittierender Multipler Sklerose, die nicht auf eine Behandlung mit Beta-Interferon angesprochen haben, als auch bei Patienten, die rasch eine schwere schubweise remittierende Erkrankung entwickelt haben.

Auch in den USA steht die Entscheidung für eine Zulasssung durch die Zulassungsbehörde FDA an. Die Entscheidung soll bis spätestens Ende Juni 2006 fallen, bis zu 90 Tage später als zunächst angenommen.
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Therapie depressiver Mütter hilft auch Kindern
11.06.2006 - 22:31 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Therapie depressiver Mütter hilft auch Kindern
Zitat
Werden Frauen erfolgreich antidepressiv behandelt, gehen bei ihren Kindern psychische Störungen zurück
NEW YORK (mut). Holt man depressive Mütter erfolgreich aus dem Stimmungstief, profitieren auch ihre Kinder deutlich davon: Auch bei ihnen gehen dann Depressionen, Angststörungen und Verhaltensauffälligkeiten zurück.

Darauf deuten Daten einer US-Studie mit 114 Mutter-Kind-Paaren, bei denen die Mütter aufgrund einer Depression medikamentös behandelt wurden (JAMA 295, 2006, 1389). Mütter und Kinder wurden vor Therapiebeginn und drei Monate danach untersucht; die Ausprägung psychischer Störungen wurde dabei in entsprechenden Skalen dokumentiert. Die Kinder waren zwischen sieben und 17 Jahre alt.

Das Ergebnis: Insgesamt kam es bei 38 Müttern (33 Prozent) zu einer Remission. Zwölf dieser Mütter hatten Kinder, die zu Beginn der Studie ebenfalls eine psychische Störung hatten. Nach dreimonatiger antidepressiver Therapie der Mütter traf das nur noch für acht Kinder zu. In der Gruppe mit Müttern ohne Remission hatten 25 Kinder zu Beginn der Studie eine psychische Störung, nach drei Monaten waren es 30.

Eine erfolgreiche antidepressive Therapie konnte aber auch psychische Störungen verhindern: Bei Müttern ohne Remission kam es bei acht Kindern (17 Prozent) innerhalb der drei Monate erstmals zu einer psychischen Störung. Dagegen waren bei Kindern von Müttern, die zum Studien-Ende keine Depression mehr hatten, keine psychischen Störungen neu aufgetreten. Die Autoren vermuten, daß depressive Väter das Wohlbefinden der Kinder ähnlich schlecht beeinflussen. Konsequente Therapie der Eltern könne daher Kinder vor psychischen Krankheiten schützen.

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Masern – keine harmlose Kinderkrankheit!
27.05.2006 - 01:57 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Masern – keine harmlose Kinderkrankheit! Was sind Masern?

Masern sind eine sehr ansteckende Virusinfektion, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt. Auffällig sind ein typischer Hautausschlag und eine Beteiligung der oberen Luftwege. Masern gehören zu den am leichtesten übertragbaren Krankheiten. Zwar erkranken Kinder und Kleinkinder am häufigsten an Masern, doch auch ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene können erkranken. Wie bei vielen anderen so genannten „Kinderkrankheiten“ auch, erkranken Erwachsene seltener, aber dann treten häufiger Komplikationen auf.

Seit 2001 gehören die Masern zu den meldepflichtigen Krankheiten. Das heißt: Wenn ein Masernfall auftritt, muss dieser beim Gesundheitsamt angezeigt werden.

Masern verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion und Keime in der Luft, etwa wenn Viren beim Husten, Niesen oder Sprechen aus Nase, Hals und Mund durch die Luft geschleudert werden. Sie können auch über lange Strecken in der Luft übertragen werden – als so genannte „fliegende Infektion“. Eine indirekte Infektion über nicht infizierte Menschen oder über Gegenstände ist kaum möglich.

Rund zwei bis vier Tage, bevor der typische Masernausschlag auftritt, ist die Erkrankung ansteckend. Erst wenn der Ausschlag verschwunden ist oder wenn nach dem Ausschlag eine leichte Abschuppung der Haut sichtbar wird, sind Erkrankte nicht mehr ansteckend. Nach einer Masernerkrankung ist man lebenslang gegen eine weitere Masernerkrankung immun.

Eine ursächliche Behandlung von Masern ist nicht möglich. Die Erkrankten werden so lange isoliert, bis der Hautausschlag verschwunden ist. Sie müssen sich schonen und Bettruhe halten und bekommen unter Umständen fiebersenkende Medikamente.

Warum sind Masern so gefährlich?

Masern sind alles andere als harmlos, denn die Erkrankung kann mit erheblichen Komplikationen einhergehen. In etwa 20 Prozent der Masernerkrankungen kommt es zu leichteren Komplikationen wie etwa Mittelohr- oder Lungenentzündung.

Weil das Immunsystem durch die Masernerkrankung geschwächt ist, wird der Körper anfälliger für weitere bakterielle Infektionen. Statistisch gesehen tritt in 0,1 Prozent aller Fälle eine Entzündung des Gehirns (Encephalitis) auf. In etwa 20 bis 25 Prozent dieser Fälle verläuft die Encephalitis tödlich. Bei weiteren 30 bis 40 Prozent der Fälle ist mit bleibenden Schäden wie geistiger und körperlicher Behinderung zu rechen.

Eine sehr seltene Spätkomplikation kann noch mehrere Jahre nach einer Masernerkrankung auftreten: eine tödlich verlaufende Gehirnentzündung, die so genannte SSPE (subakute sklerosierende Panencephalitis). Pro 1.000.000 Masernerkrankungen ist mit einem bis fünf Fälle von SSPE zu rechnen.

Eine sehr seltene Masernform, die so genannten „schwarzen Masern“, verläuft sehr rasch, aber häufig tödlich. Bei diesen Masern treten blutender Ausschlag, Schleimhautblutungen und lang anhaltendes hohes Fieber mit Krämpfen auf.

Woran erkennt man eine Masernerkrankung?

Die ersten Krankheitszeichen sind normalerweise neun bis zwölf Tage nach der Ansteckung zu bemerken (Inkubationszeit). Sie sind untypisch und ähneln einer Erkältung oder einem grippalen Infekt. Fieber, Schnupfen, trockener Husten und Halsschmerzen sowie eine Bindehautentzündung mit Lichtempfindlichkeit sind die Symptome.

Auf der Mundschleimhaut bilden sich kleine punktförmige weiße Flecken, die so genannten „Koplik-Flecken“. Nach einem kurzen fieberfreien Intervall steigt das Fieber nach drei bis fünf Tagen auf über 39 Grad Celsius an, und es bildet sich ein roter, kleinfleckiger Hautausschlag. Nach und nach bilden die Fleckchen größere Flächen.

Der Ausschlag beginnt meist hinter den Ohren und breitet sich innerhalb von ein bis zwei Tagen auf das Gesicht, den Bauch und Rücken und dann auf Arme und Beine aus.

Nach rund fünf Tagen sollte der Ausschlag zurückgegangen sein. Ohne Komplikationen verbessert sich der Zustand nach etwa einer Woche deutlich. Treten dann aber starke Kopfschmerzen, Nackensteife sowie Erbrechen oder Berührungsempfindlichkeit auf, sind das mögliche Anzeichen einer Hirnhautentzündung. Dann können die Masern auch das Gehirn befallen haben.

Bei ersten Anzeichen einer Masernerkrankung sollte man in jedem Fall zum Kinderarzt gehen, damit eine sichere Diagnose gestellt und die Erkrankung weiter beobachtet werden kann. Ursächlich behandelbar sind Masern, wie gesagt, nicht. Wichtig ist, dass Patienten genügend Flüssigkeit zu sich nehmen und gegebenenfalls fiebersenkende Maßnahmen ergriffen werden.

Wie kann man sich vor Masern schützen?

Der einzige zuverlässige Schutz gegen Masern ist die Impfung. Dadurch erhält man wie bei einer überstandenen Masernerkrankung eine lebenslange Immunität. Die meisten Experten empfehlen eine Masernimpfung, weil die Folgen einer Masernerkrankung sehr viel gefährlicher sein können als mögliche Komplikationen nach einer Impfung.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfiehlt eine zweifache Masernimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff, der zugleich auch vor Mumps und Röteln schützt (MMR-Impfung).

Die erste MMR-Impfung sollte im zwölften Lebensmonat erfolgen, denn vorher können noch im Blut vorhandene mütterliche Antikörper den Impferfolg gefährden. Die notwendige zweite MMR-Impfung kann frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung durchgeführt werden, sie sollte aber spätestens vor dem zweiten Geburtstag erfolgt sein.

Eine MMR-Impfung kann in jedem Alter nachgeholt werden, um sich vor Masern, Mumps und Röteln zu schützen. Bis zum vollendeten 17. Lebensjahr werden die Kosten für die Impfung in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Nach der Impfung kommt es in rund 10 bis 20 Prozent der Fälle in den ersten drei Tagen zu leichten Reaktionen an der Impfstelle, wie Rötung, Schwellung und leichte Schmerzen, oder nach sieben bis zwölf Tagen zu leichtem Fieber.

Rund 3 bis 5 Prozent der geimpften Personen entwickeln eine abgeschwächte Form der Masern. Es sollte auf jeden Fall abgeklärt werden, ob die zu impfende Person gegen einen Inhaltsstoff des Impfserums allergisch ist.

Es gibt jedoch auch Expertenmeinungen gegen eine Masernimpfung.
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Anerkennung psychischer Schädigungen im Rahmen des OEG
10.05.2006 - 15:19 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Anerkennung psychischer Schädigungen im Rahmen des OEG IVc2 – 47035/3 vom 9. Mai 2006

Bundesministerium für Arbeit u Soziales

Rundschreiben Betreff:

Durchführung des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) hier:
Anerkennung psychischer Schädigungen im Rahmen des OEG

Bezug: Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 12.06.2003; B 9 VG 1/02 R

In dem o.g. Urteil hat das BSG – in Fortführung seiner Entscheidung vom 18.10.1995 (9/9a RVg 4/92) – nochmals grundsätzlich zur Anerkennung psychischer Schädigungen Stellung genommen.

Es hat dabei zunächst konstatiert, dass insbesondere bei Krankheiten, die auf seelischen Einwirkungen beruhen, anders als bei körperlich sichtbaren Verletzungsfolgen regelmäßig erhebliche Schwierigkeiten bestehen, das die Entschädigungspflicht auslösende Ereignis als die wesentliche medizinische Ursache festzustellen. Meistens verbliebe die Un-sicherheit, ob nicht andere wesentliche mitwirkende Bedingungen für die Ausbildung eines seelischen Dauerschadens vorhanden sind. Im Regelfall bestünden daher zahlreiche Mög-lichkeiten des Ursachenzusammenhangs.

Wenn allerdings ein Vorgang nach den medizini-schen Erkenntnissen in signifikant erhöhtem Maße geeignet sei, eine bestimmte Erkrankung hervorzurufen, liege die Wahrscheinlichkeit nahe, dass sich bei einem hiervon Betroffenen im Einzelfall die Gefahr einer Schädigung auch tatsächlich verwirklicht habe. Die Möglichkeit des Ursachenzusammenhangs verdichte sich dann zur Wahrscheinlichkeit.

Für die Durchführung des OEG bedeutet dies, dass eine bestärkte Wahrscheinlichkeit des ursächlichen Zusammenhangs zwischen der schädigenden Handlung und den aufgetretenen gesundheitlichen Schädigungen (insbesondere posttraumatische Belastungsstörungen) un-terstellt werden muss, wenn im Einzelfall nach Maßgabe der in den „Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehinder-tengesetz“ festgestellten allgemeinen medizinischen Erkenntnisse Tatsachen einen derarti-gen Kausalzusammenhang begründen.

Diese bestärkte Kausalität ist nur dann widerlegbar, wenn eine sichere alternative Kausalität festgestellt wird. Grundsätzlich gilt dies auch, wenn die psychische Erkrankung erst nach einer Latenzzeit manifest in Erscheinung tritt, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass ein größerer zeitlicher Abstand zum schädigenden Ereignis – insbesondere gegen Ende der nach wissenschaftlichen Erkenntnissen möglichen Latenzzeit – den Grad der Wahrscheinlichkeit mindern.
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Zur Verordnungsfähigkeit rezeptfreier Arzneimittel (OTC-Ausnahmeliste)
19.01.2006 - 18:25 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Zur Verordnungsfähigkeit rezeptfreier Arzneimittel (OTC-Ausnahmeliste) Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses

Verordnungsfähigkeit rezeptfreier Arzneimittel (OTC-Ausnahmeliste)


Apothekenpflichtige nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Eine Verordnung dieser Arzneimittel ist jedoch ausnahmsweise zulässig, wenn sie bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten.

Wann gilt eine Krankheit als schwerwiegend?
Eine Krankheit gilt als schwerwiegend, wenn sie lebensbedrohlich ist oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörung die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigt.


Wann gehört ein Arzneimittel zum Therapiestandard?
Ein Arzneimittel gilt als Therapiestandard, wenn der therapeutische Nutzen zur Behandlung der schwerwiegenden Erkrankung dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht.


Dürfen auch homöopathische Arzneimittel verordnet werden?

Der Arzt kann bei schwerwiegenden Erkrankungen auch Arzneimittel der Anthroposophie und Homöopathie verordnen, sofern die Anwendung dieser Arzneimittel für diese Indikationsgebiete nach dem Erkenntnisstand als Therapiestandard in der jeweiligen Therapierichtung angezeigt ist.

Dürfen nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel verordnet werden, wenn sie begleitend zu einer medikamentösen Haupttherapie eingesetzt werden?
Der Arzt kann ein nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel verordnen, wenn es in der Fachinformation des Hauptarzneimittels als Begleitmedikation zwingend vorgeschrieben ist.

Dürfen nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) verordnet werden?
Der Arzt kann ein nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel verordnen, wenn es zur Behandlung von schwerwiegenden UAW eingesetzt wird. Als schwerwiegend gelten UAW, wenn sie lebensbedrohlich sind oder wenn sie aufgrund der Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörung die Lebensqualität auf Dauer nachhaltig beeinträchtigen.


Schwerwiegende Erkrankungen und Standardtherapeutika zu deren Behandlung




Abführmittel
Indikation:

- nur zur Behandlung von Erkrankungen im Zusammenhang mit Tumorleiden, Megacolon, Divertikulose, Divertikulitis, Mukviszidose, neurogene Darmlähmung, vor diagnostischen Eingriffen, bei phosphatbindender Medikation bei chronischer Niereninsuffizienz, Opiat- sowie Opioidtherapie und in der Terminalphase


Acetylsalicylsäure (bis 300 mg/Dosiseinheit)
Indikation:

- als Thrombozyten-Aggegationshemmer in der Nachsorge von Herzinfarkt und Schlaganfall so wie nach arteriellen Eingriffen


Acetylsalicylsäure und Paracetamol
Indikation:

- nur zur Behandlung schwerer und schwerster Schmerzen in Co-Medikation mit Opioiden


Acidosetherapeutika
Indikation:

- nur zur Behandlung von dialysepflichtiger Nephropathie und chronischer Niereninsuffizienz sowie bei Neoblase


Antihistaminika
Indikation:

- nur in Notfallsets zur Behandlung bei Bienen-, Wespen-, Hornissengift-Allergien
- nur zur Behandlung schwerer, rezidivierender Urticarien
- nur bei schwerwiegendem, anhaltendem Pruritus


Antimykotika
Indikation:

- nur zur Behandlung von Pilzinfektionen im Mund- und Rachenraum


Antiseptika und Gleitmittel
Indikation:

- nur für Patienten mit Selbstkatheterisierung


Arzneistofffreie Injektions/Infusions-, Träger- und Elektrolytlösungen
Calciumverbindungen (mind. 300 mg Calcium-Ion/ Dosiereinheit) und Vitamin D (freie oder fixe Kombination)

Indikation:

- nur zur Behandlung der manifesten Osteoporose
- nur zeitgleich zur Steroidtherapie bei Erkrankungen, die voraussichtlich einer mindestens sechsmonatigen Steroidtherapie in einer Dosis von wenigstens 7,5 mg Prednisolonäquivalent bedürfen
- bei Biophosphonat-Behandlung gemäß Angabe in der jeweiligen Fachinformation bei zwingender Notwendigkeit


Calciumverbindungen (mind. 300mg Calcium-Ionen/Dosiseinheit)
Indikation:

als Monopräparate nur

- bei Pseudohypo- und Hypoparathyreodismus
- bei Biophosphonat-Behandlung gemäß Angabe in der jeweiligen Fachinformation bei zwingender Notwendigkeit


Citrate
Indikation:

- nur zur Behandlung von Harnkonkrementen


E. coli Stamm Nissle 1917
Indikation:

- nur zur Behandlung der Colitis ulcerosa in der Remissionsphase bei Unverträglichkeit von Mesalazin


Eisen-(II)-Verbindungen
Indikation:

- nur zur Behandlung von gesicherter Eisenmangelanämie


Flohsamenschalen
Indikation:

- nur zur unterstützenden Quellmittel-Behandlung bei Morbus Crohn, Kurzdarmsyndrom und HIV-assoziierte Diarrhoen


Folsäure und Folinate
Indikation:

- nur bei Therapie mit Folsäureantagonisten sowie zur Behandlung des kolorektalen Karzinoms


Gingko biloba blätter-Extrakt (Aceton-Wasser-Auszug, standardisiert)
Indikation:

- nur zur Behandlung der Demenz


Hypericum perforatum-Extrakt (hydroalkoholischer Extrakt, mind. 300 mg pro Applikationsform)
Indikation:

- nur zur Behandlung mittelschwerer depressiver Episoden


Iodid
Indikation:

- nur zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen


Iod-Verbindungen
Indikation:

- nur zur Behandlung von Ulcera und Dekubitalgeschwüren


Kaliumverbindungen als Monopräparate
Indikation:

- nur zur Behandlung der Hypokaliämie


Lactulose und Lactitol
Indikation:

- nur zur Senkung der enteralen Ammoniakresorption bei Leberversagen im Zusammenhang mit der hepatischen Enzephalopathie


Lösungen zur parenteralen Ernährung
Indikation:

- Lösungen und Emulsionen zur parenteralen Ernährung einschließlich der Notwendigen Vitamine und Spurenelemente


Magnesiumverbindungen, oral
Indikation:

- nur bei angeborenen Magnesiumverlusterkrankungen


Magnesiumverbindungen, parenteral
Indikation:

- nur zur Behandlung bei nachgewiesenem Magnesiummangel und zur Behandlung bei erhöhtem Eklampsierisiko


Metixenhydrochlorid
Indikation:

- nur zur Behandlung des Parkinson-Syndroms


Mistel-Präparate, parenteral, auf Mistellektin normiert
Indikation:

- nur in der palliativen Therapie von malignen Tumoren zur Verbesserung der Lebensqualität


Niclosamid
Indikation:

- nur zur Behandlung von Bandwurmbefall


Nystatin
Indikation:

- nur zur Behandlung von Mykosen bei immunsupprimierten Patienten


Ornithinaspartat
Indikation:

- nur zur Behandlung des hepatischen (Prae-)Coma und der episodischen, hepatischen Enzephalopathie


Pankreasenzyme
Indikation:

- nur zur Behandlung chronischer, exokriner Pankreasinsuffizienz oder Mukoviszidose


Phosphatbinder
Indikation:

- nur zur Behandlung der Hyperphosphatämie bei chronischer Niereninsuffizienz und Dialyse


Phosphatverbindungen
Indikation:

- bei Hypophosphatämie, die durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann


Salicylsäurehaltige Zubereitungen
Indikation:

- in der Dermatotherapie als Teil der Behandlung der Psoriasis und hyperkeratotischer Ekzeme


Synthetischer Speichel
Indikation:

- nur zur Behandlung krankheitsbedingter Mundtrockenheit bei onkologischen oder Autoimmun-Erkrankungen


Synthetische Tränenflüssigkeit
Indikation:

- bei Autoimmun-Erkrankungen (Sjögren-Syndrom mit deutlichen Funktionsstörungen des Grades 2, Epidermolysis bullosa, occulärem Pemphigoid), Fehlen oder Schädigung der Tränendrüse, Fazialisparese oder bei Lagophtalmus


Vitamin K als Monopräparate
Indikation:

- nur bei nachgewiesenem, schwerwiegendem Vitaminmangel, der durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann


Wasserlösliche Vitamine auch in Kombinationen
Indikation:

- nur bei der Dialyse


Wasserlösliche Vitamine, Benfotiamin und Folsäure als Monopräparate
Indikation:

- nur bei nachgewiesenem, schwerwiegendem Vitaminmangel, der durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann (Folsäure: 5 mg/ Dosiseinheit)


Zinkverbindungen als Monopräparat
Indikation:

- nur zur Behandlung der enteropathischen Akrodermatitis und durch Haemodialysebehandlung bedingten nachgewiesenen Zinkmangel
- zur Hemmung der Kupferaufnahme bei Morbus Wilson


Arzneimittel zur sofortigen Anwendung
- Antidote bei akuten Vergiftungen
- Lokalanaesthetika zur Injektion


Apothekenpflichtige nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die im Rahmen der ärztlichen Behandlung zur sofortigen Anwendung in der Praxis verfügbar sein müssen, können verordnet werden, wenn entsprechende Vereinbarungen zwischen den Verbänden der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigungen getroffen werden



Topische Anästhetika und / oder Antiseptika
Indikation:

- nur zur Selbstbehandlung schwerwiegender generalisierter blasenbildender Hauterkrankungen (z.B. Epidermolysis bullosa, hereditaria; Pemphigus)


L-Methionin
Indikation:

- nur zur Vermeidung der Steinneubildung bei Phosphatsteinen bei neurogener Blasenlähmung, wenn Ernährungsempfehlungen und Blasenentleerungstraining erfolglos geblieben sind


Levocarnitin
Indikation:

- nur zur Behandlung bei endogenem Carnitinmangel



Butylscopolamin, parental
Indikation:

- nur zur Behandlung in der Palliativmedizin
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Akteneinsicht - Rechte, die Sie nutzen sollten!
05.11.2005 - 23:36 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Akteneinsicht - Rechte, die Sie nutzen sollten! Datenschutzrechte der Patienten
von Thilo Weichert

Ein super-interessanter Artikel für alle, die ihren Widerspruch gegen den Bescheid vom Versorgungsamt formulieren - IMMER Akteneinsicht verlangen, dies ist zur Begründung des Widerspruches geradezu unumgänglich.

Einige Einblicke in das Recht auf Akteneinsicht aus datenschutzrechtlicher Sichtweise finden Sie hier:

I. Die Wichtigkeit informationeller Patientenrechte
II. Rechtsgrundlagen
III. Allgemeines zu Patientenrechten
IV. Recht auf Auskunft
---> V. Recht auf Einsicht in Patientenakten <---
VI. Recht auf Benachrichtigung
VII. Anspruch auf Datenkorrektur (Berichtigung, Gegendarstellung)
VIII. Anspruch auf Datensperrung
IX. Anspruch auf Datenlöschung bzw. Aktenvernichtung
X. Recht auf Widerspruch/Einwand
XI. Schadensersatzanspruch
XII. Recht zur Inanspruchnahme fremder Hilfe
XIII. Recht auf Strafanzeige



V. Recht auf Einsicht in Patientenakten

1. Allgemeines

Das Recht auf Einsicht in die Patientendokumentation als eine besondere Form der Auskunftserteilung beruht nicht nur auf Datenschutzrecht bzw. dem "Recht auf Selbstbestimmung und der personalen Würde des Patienten" (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 GG; BVerfG NJW 1999, 1777 = ArztR 1999, 52 = MedR 1999, 180), sondern besteht auch als Nebenrecht aus dem Behandlungsvertrag und zivilrechtlich zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen (§ 810 BGB).

Eine weitere Grundlage dieses Recht findet sich in den ärztlichen Berufsordnungen (§ 10 Abs. 2 MBO-Ä). Im Rahmen eines Arztprozesses kommt noch ein prozessuales Einsichtsrecht des Patienten hinzu (§ 422 ZPO).

Als Nebenanspruch aus dem Behandlungsvertrag hat ein Patienten auch das vorprozessuale Recht auf Einblick in solche medizinischen Dokumentationen, die von Relevanz für die individuelle Behandlung sind, ohne dass diese zur Person des Patienten geführt sein müssten. Dies gilt z.B. bzgl. einer Bluttransfusion für die (anonymisierte) Blutspendedokumentation, die Herstellerdokumentation sowie die Ausgabedokumentation (LG Düsseldorf RDV 1999, 173).

Die Akteneinsicht ist ein Holrecht für den Patienten. Das Recht auf Einsichtnahme ist eine besondere Form der Auskunftserteilung, die bei einem umfangreichen Informationsersuchen aus einer Akte der einfachen Auskunftserteilung vorzuziehen ist. Die Akteneinsicht bezieht sich zunächst darauf, dass der Datenträger, auf dem die Patienteninformationen gespeichert sind, v.a. visuell zugänglich gemacht wird. Dadurch kann der Patient nicht nur seine Patientendaten zur Kenntnis nehmen, sondern zugleich auch den Datenträger und dadurch dessen Beweis- bzw. Dokumentationskraft prüfen.

Die komplette Info (wert, mal da durchzugehen!) finden Sie hier:
http://www.datenschutzzentrum.de/medizin/arztprax/dsrdpat2.htm
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Birgit Dreiskemper
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