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Uniklinik muß Patientin eine Rente zahlen
21.09.2006 - 00:01 keine Kommentare News weiter empfehlen Druckansicht
Uniklinik muß Patientin eine Rente zahlen GÖTTINGEN (pid). Ein Behandlungsfehler kommt das Göttinger Universitätsklinikum teuer zu stehen.

Der Betrag, den das Klinikum nach einem Urteil des Landgerichts Göttingen an eine frühere Pharma-Referentin zahlen muß, wird sich mit den Jahren auf über eine Million Euro belaufen.

Das Gericht sprach der Frau Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 650 000 Euro zu. Dazu kommen noch eine monatliche Rente von 255 Euro sowie eine Entschädigung für den Verdienstausfall in Höhe von 220 000 Euro. Wieviel das Klinikum insgesamt wird zahlen müssen, ist noch nicht absehbar.

Es ist nämlich verpflichtet, der Frau auch noch jeden zukünftig auftretenden Schaden zu ersetzen, der auf die fehlerhafte Krankenhausbehandlung zurückzuführen ist. Dies betrifft vor allem künftige Behandlungskosten und Klinikaufenthalte.

Die Patientin war 1997 in der Uniklinik künstlich ernährt worden. Wegen Vitamin-B-1-Mangels kam es zu neurologischen Ausfällen mit irreparablen Folgen

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Hintergrund:

Hoher Schadenersatz für Patientin
Landgericht verurteilt Uniklinik Göttingen wegen fehlerhafter Behandlung


GÖTTINGEN (pid). Das Göttinger Universitätsklinikum muß einer 45jährigen Patientin aus dem Landkreis Göttingen wegen eines Behandlungsfehlers Schmerzensgeld und Schadensersatz in beträchtlicher Höhe zahlen. Das entschied das Landgericht Göttingen.

Die Patientin ist seit einer künstlichen Ernährung im Klinikum im Jahr 1997 ein Pflegefall. Nach Ansicht des Gerichts ist ihre schwere gesundheitliche Schädigung auf die damalige Behandlung zurückzuführen. Das Klinikum muß der Frau ein Schmerzensgeld von knapp 180 000 Euro sowie eine bisher angefallene Schmerzensgeldrente von rund 26 000 Euro zahlen. Seit Anfang dieses Jahres ist außerdem eine monatliche Rente von jeweils 255 Euro fällig.

Außerdem wurde die Klinik zu Schadensersatz in Höhe von 445 000 Euro sowie zur Entschädigung des Verdienstausfalls verurteilt. Wie groß die Entschädigung insgesamt ausfallen wird, ist noch nicht absehbar. Das Klinikum muß der Patientin nämlich auch zukünftige Schäden wie etwa weitere Klinikaufenthalte und Behandlungskosten ersetzen.

Der Anwalt der Patientin, Dieter Locke, zeigte sich mit dem Urteil zufrieden. Es sei unverständlich, daß die Klinik einen Vergleichsvorschlag über zwei Millionen Euro abgelehnt habe. Das Universitätsklinikum wollte sich vorerst nicht zu dem Urteil äußern. Man wolle die Urteilsbegründung abwarten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Birgit Dreiskemper
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